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#ZUKUNFTblog

Maßnahmenplan zur Gewinnung internationaler Fach- und Arbeitskräfte beschlossen

Inzwischen kennen wir alle den Mangel an Arbeitskräften aus eigener Erfahrung – etwa, wenn die Gaststätte früher schließt, kurzfristig kein Handwerker zu bekommen ist oder die Koffer nicht transportiert werden. Es gibt immer weniger Menschen, um offene Stellen am Arbeitsmarkt zu besetzen – und das ist kein sächsisches oder deutsches Phänomen. Fast alle Länder Europas sehen sich einem Fach- und Arbeitskräftemangel gegenüber und suchen international nach Lösungen.

Ein Tag als Zugbegleiter

»Die Fahrkarten bitte!« Im vollbesetzten Saxonia-Express wühlen die Menschen in ihren Taschen und Geldbörsen nach den Tickets. Einige ziehen fix verschämt ihre Maske auf, anderen ist die vorgeschriebene Corona-Schutzmaßnahme offenbar völlig egal. Hin und wieder kommt ein Kommentar von anderen Passagieren – dass wir strenger kontrollieren sollen!

Hin und wieder gibt es aus Sachsens Wirtschaft auch schlechte Meldungen, die für die Betroffenen persönlich tragisch sind, für Städte und Regionen strukturell schwierig und über Wochen hinweg die regionale Berichterstattung bestimmen: etwa die Schließungspläne der VW-Tochter MAN (ehemals Neoplan) für die Bus-Sonderanfertigung im Herbst 2020 in Plauen, die Schließung des Freiberger Automobilzulieferers Mahle im April 2022 oder das Aus für die Freiberger Standorte des Photovoltaik-Konzerns Solarworld im Jahr 2017. 

Insolvenzen stellen die Beschäftigten vor eine ungewisse Zukunft und können sogar die Leistungskraft ganzer Regionen schwächen. Eine Auswertung des sächsischen Wirtschaftsministeriums ergab jedoch, dass es in zahlreichen Fällen gelungen ist, die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu retten sowie den Industriestandorten selbst eine neue Perspektive für die Zukunft zu geben.

Ein Tag als Kanalarbeiter

nach zwei jähren Corona-Pause startet Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig sein Projekt »Deine Arbeit, meine Arbeit« erneut. Diesmal mit einem Arbeitseinsatz als Kanalarbeiter bei der Stadtentwässerung der L-Gruppe in Leipzig. Hier sein Bericht:

Es ist heiß. Nein, es ist bei 38 Grad eigentlich unerträglich heiß. Die Sonne brennt auf den Asphalt mitten in Leipzig, als wir aus einem Abwasserkanal der Stadt hinauf ins Freie klettern. Unter den luftdicht verschlossenen Vollschutzanzügen rinnt uns der Schweiß in Strömen durch die orangefarbene Arbeitsbekleidung. Schnell alles ablegen und erstmal was trinken! 

Halbzeitbilanz der Koalition

Dulig: »Wer jetzt zögert, vergibt die Chancen unserer Kinder und Enkel«

Seit dem Start der gemeinsamen Koalitionsregierung vor zweieinhalb Jahren sind im Bereich des SMWA viele wichtige Projekte erfolgreich realisiert bzw. angepackt worden. Auch für die kommende »Halbzeit« stehen eine Reihe wichtiger Vorhaben an. Die Menschen im Freistaat Sachsen stehen vor dem größten Modernisierungsprozess des Industriestandortes seit 1990. Ziel ist es, das Land bis zum Jahr 2045 klimaneutral umzubauen. Ganze Wirtschaftszweige werden neu geordnet und auf die Herausforderungen von Klimawandel, Digitalisierung und Automatisierung ausgerichtet. Das SMWA begleitet die sächsischen Unternehmen und Beschäftigten intensiv in diesem Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Es geht dabei auch um die Sicherung und Modernisierung von hunderttausenden von Arbeitsplätzen in der Industrie.

Start für Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS)

Fragt man nach den größten Herausforderungen für Unternehmen in Sachsen, antworten die meisten der überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen: Fachkräfte! Ob Klempner, Pflegekraft, Ingenieurin oder IT-Spezialist – das Thema Fachkräftebedarf steht in vielen Branchen ganz weit oben auf der Agenda. Fachkräftesicherung, Fachkräftegewinnung und die Schaffung bestmöglicher Arbeitsbedingungen in Unternehmen zählen deshalb seit mehreren Jahren zu den zentralen Anliegen des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Um die vielfältigen Aufgaben noch effektiver umsetzen zu können, hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig in Chemnitz das Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) eröffnet. Damit wurde ein Vorhaben des Koalitionsvertrages umgesetz

»Martin Dulig | Konkret« – Integration durch Arbeit – Geflüchtete in Sachsen

Immer mehr Menschen fliehen vor dem Krieg aus der Ukraine und suchen Schutz in Deutschland, auch in Sachsen. Humanitäre Hilfe steht bei uns in Sachsen an erster Stelle. Viele Ukrainer wollen zurück in ihre Heimat, sobald der Krieg endet. Einige der Schutzsuchenden werden bleiben wollen. Damit diese ein echtes Zuhause finden, muss eine schnelle Integration erfolgen – auch in den sächsischen Arbeitsmarkt.

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Martin Dulig | Konkret: Corona – wie geht es weiter in Sachsen?

Die aktuellen Corona-Zahlen im Freistaat Sachsen sinken seit einigen Tagen zwar leicht. Doch lässt die neue Omikron-Variante, die inzwischen auch in Sachsen angekommen ist, Schlimmes vermuten. Viele Menschen fragen sich inzwischen, wie lange sollen die Einschränkungen eigentlich noch bleiben. Die Wirtschaft fragt sich, ob es noch einmal zu einem Lockdown kommen wird und wie lange die 3G-Regel in den Unternehmen gilt. Die Verkehrsunternehmen sorgen sich vor weiteren Rückschlägen, um weniger Fahrgäste. Wie kommt der Freistaat in den kommenden Wochen und Monate durch die Pandemie? Wie geht es weiter mit dem Impfen? Was unternimmt die Politik, um Unternehmen in der Krise zu unterstützen?

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Martin Dulig | Konkret:12 Euro Mindestlohn – Jobkiller oder Rezept gegen Armut?

Mit dem Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes Anfang 2015 bekamen ca. 13 Prozent aller Beschäftigten in Sachsen per Gesetz mehr Lohn. Dennoch war der Mindestlohn nicht unumstritten. Auf der einen Seite sorgt der Mindestlohn für eine bessere Bezahlung, auf der anderen stellt er so manchen Unternehmer vor große Herausforderungen, Lohnkosten und damit steigende Preise. Ist der Mindestlohn praxistauglich? Berechtigen dessen Kontrolle und Durchsetzung den bürokratischen Aufwand für Unternehmen? Was hat es für Auswirkungen auf den Arbeitnehmer und Menschen, den gesetzlichen Mindestlohn oder weniger zu verdienen? 

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