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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter in Taiwan: Partnerschaft für die Chip-Zukunft

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter in Taiwan: Partnerschaft für die Chip-Zukunft

Taiwan ist in der Halbleiter- und Hochtechnologieindustrie weltweit führend. Wirtschaftsminister Dirk Panter reiste vom 30. August bis 2. September nach Taiwan, um die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen und Sachsen als leistungsfähigen Technologie- und Investitionsstandort weiter zu positionieren. Im Mittelpunkt der Reise standen die Themen Halbleiterindustrie und Investorenwerbung, begleitet wurde er von einer Wirtschaftsdelegation. In Taipeh hat Minister Panter u.a. den taiwanischen Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin zu Gesprächen getroffen, hielt auf dem EU-Investmentforum eine Keynote und traf potentielle Investoren.

Warum Taiwan? Weil Chips die Wirtschaft antreiben

Taiwan gilt als »Nummer 1″ in Sachen Mikroelektronik. Sachsen ist der fünftgrößte Halbleiterstandort der Welt – und in Europa sogar auf Platz 1.

Minister Panter bringt es auf den Punkt: »Wir sind seit Jahren erfolgreich. In Sachsen haben wir das fünftgrößte Mikroelektronik-Cluster der Welt und das größte in Europa. Wir haben »Silicon Saxony«, einen sehr wichtigen Verband, der stetig wächst und mittlerweile etwa 750 Unternehmen umfasst. Wir haben aber noch viel zu lernen, denn wir wollen wachsen, wir wollen besser werden, wir wollen noch offene Bereiche in der Fertigung ergänzen. Deshalb sind wir hier und natürlich, um für weitere Investitionen zu werben. Wir spüren die Wertschätzung gegenüber Sachsen – unsere Kontakte und Beziehungen sind sehr gut und die wollen wir weiter ausbauen. Sachsen will die erste Adresse für Taiwan in Europa werden – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Wissenschaft und Kultur.«

Hintergrund ist die enorme Bedeutung von Mikrochips für unsere Wirtschaft. Mikrochips – auch Halbleiter oder Integrated Circuits genannt – sind winzige elektronische Schaltungen auf Siliziumbasis. Sie steuern, rechnen, speichern und kommunizieren und bilden damit das technologische Fundament nahezu aller modernen Geräte und Systeme. Analysen der OECD zeigen: Chips sind für die industrielle Wertschöpfung inzwischen mindestens genauso wichtig wie Primärenergie. Ohne sie läuft heute kaum noch etwas – weder im Smartphone noch im Auto, weder in der Fabrik noch im Rechenzentrum.

SEMICON Taiwan: Sachsens Bühne in Asien

Im Zentrum der Reise stand der Besuch der SEMICON Taiwan – eine der weltweit führenden Leitmessen der Halbleiter- und Mikroelektronikbranche. Die Messe findet 2026 vom 2. bis 4. September in Taipeh statt und erwartet über 100.000 Fachbesucher, 1.300 Aussteller und 4.300 Stände aus 65 Ländern.

Sachsen präsentiert sich mit starkem Auftritt:

  • 23 Unternehmen aus der Mikroelektronik zeigen ihre Kompetenzen im Deutschen Pavillon (organisiert von Silicon Saxony).
  • Der Freistaat positioniert sich mit 12 eigenen Ständen als Technologie- und Investitionsstandort – gemeinsam mit den Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz.

Auf dem Europäischen Investorenforum in Taipeh hielt Minister Panter einen Eröffnungsvortrag zur erfolgreichen Ansiedlung von Chipherstellern in Sachsen. Er sprach nach Lai Ching-te, dem Präsidenten der Republik China (Taiwan).

ESMC Dresden: Leuchtturmprojekt der europäischen Chip-Strategie

Seit der Entscheidung des weltgrößten Chipauftragsfertigers TSMC, sein erstes europäisches Werk in Dresden zu errichten, ist das Interesse taiwanischer Unternehmen an Sachsen deutlich gestiegen. Das Joint Venture ESMC (TSMC, Bosch, Infineon, NXP) baut derzeit eine hochmoderne Halbleiterfabrik in Dresden – mit einem Investitionsvolumen von über 10 Milliarden Euro, unterstützt durch das europäische Chipgesetz (European Chips Act) und die Bundesrepublik Deutschland. Die Fabrik soll Ende 2027 eröffnen und wird die europäische Wirtschaft unabhängiger von globalen Lieferketten machen.

Exportbilanz: Taiwan auf Platz 11 der sächsischen Exportpartner

Taiwan hat sich im vergangenen Jahr im Ranking der sächsischen Exportpartner um einen Rang auf Platz 11 verbessert. Die Ausfuhren aus Sachsen stiegen 2025 um 9,8 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro – die drittbeste Exportbilanz Sachsens mit Taiwan überhaupt. Hauptexportgut: Erzeugnisse der Elektrotechnik (rund 1,2 Milliarden Euro).

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