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Innovation trifft Tradition: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht die Silberstadt Freiberg

Innovation trifft Tradition: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht die Silberstadt Freiberg

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat die Silberstadt Freiberg besucht – ein Ort, der wie kaum ein anderer für die Geschichte und Zukunft des sächsischen Bergbaus steht. Freiberg blickt nicht nur auf eine jahrhundertealte Tradition im Silberbergbau zurück, sondern ist heute auch ein Zentrum für innovative Technologien, Rohstoffforschung und mittelständische Industrie. Der Besuch führte den Minister zu drei zentralen Stationen, die eindrucksvoll die wirtschaftliche und wissenschaftliche Stärke der Region widerspiegeln.

Den Auftakt machte der Besuch bei der PAMA paper machinery GmbH. Das Unternehmen, das seine Wurzeln bereits im Jahr 1855 hat, hat sich vom Eisengießer zu einem weltweit gefragten Spezialisten für Papiermaschinen entwickelt. Heute fertigt PAMA hochmoderne Anlagen für Spezialpapiere und Vliesstoffe, die in Bereichen wie Filtermedien, Separatoren oder Composites eingesetzt werden. Gemeinsam mit Landrat Sven Krüger verschaffte sich Minister Panter einen Eindruck vom Portfolio, den Herausforderungen und Zukunftsplänen des Mittelständlers. »Wenn man an Papiermaschinen denkt, hat man eine ganz andere Vorstellung, als das, was hier in Freiberg tatsächlich entsteht. PAMA ist ein hochintegratives Maschinenbau-Unternehmen mit beeindruckender Vielfalt und sehr guten Zukunftsperspektiven. Genau solche innovativen Firmen machen Sachsens Wirtschaft stark – Unternehmen, die am Markt bestehen, gute Arbeitsplätze sichern und durch Innovation besser sind als andere«, betonte Panter. Der Besuch machte deutlich: Der sächsische Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft – geprägt von Innovationskraft, internationaler Ausrichtung und starkem Teamgeist.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war das Treffen mit Prof. Dr. Jutta Emes, der neuen Rektorin der TU Bergakademie Freiberg. Die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt, gegründet 1765, ist bis heute prägend für den Bergbau, die Ressourcenforschung und technische Innovationen. Panter hob die besondere Rolle der Universität hervor: »Die TU Bergakademie Freiberg ist als nationale Ressourcenuniversität unverzichtbar für den Rohstoff- und Innovationsstandort Sachsen.« Im Gespräch ging es um Forschung, Lehre und Kooperationen mit der Bergbauindustrie – und wie diese weiterentwickelt werden können, um Sachsens wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Mit ihrer einzigartigen Spezialisierung entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette – von Erkundung über Gewinnung und Verarbeitung bis hin zu Recycling – trägt die Hochschule entscheidend zur Zukunft des Bergbaus bei. Projekte wie MINE.IO, das Bergbau 4.0 ermöglicht, zeigen, wie moderner Hightech-Transfer aus Freiberg die Industrie stärkt.

Zum Abschluss besuchte der Minister den Forschungscampus Ressourcentechnologie und Nachhaltigkeit des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF). Hier werden neue Technologien entwickelt, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizient zu gewinnen und wichtige Metalle wie Seltene Erden zu recyceln – eine wesentliche Grundlage für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg sowie im europäischen Netzwerk EIT RawMaterials entstehen Lösungen, die weit über Sachsen hinaus von Bedeutung sind. »Das HIF zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand gehen können, um Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu finden – von nachhaltiger Ressourcennutzung bis zur Stärkung unserer wirtschaftlichen Zukunft«, erklärte Minister Panter.

Der Besuch verdeutlichte einmal mehr, wie eng in Freiberg Tradition und Zukunft miteinander verbunden sind. Hier zeigt sich, dass der Standort nicht nur durch seine Bergbaugeschichte geprägt ist, sondern auch heute als Motor für Innovation, Forschung und industrielle Stärke in Sachsen und weit darüber hinaus wirkt.

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