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Europatag: Wie EU-Mittel Sachsens Zukunft sichern

Europatag: Wie EU-Mittel Sachsens Zukunft sichern

Der Europatag am 9. Mai erinnert an die historische Geburtsstunde der Europäischen Union und feiert gleichzeitig die gemeinsamen Werte. Für Sachsen geht es bei Europa um mehr als politische Rahmenbedingungen: Es fördert Wachstum, Innovation und Zusammenhalt. Rund 3,2 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds fließen in der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 nach Sachsen und unterstützen zentrale Zukunftsaufgaben: von Forschung und Innovation über Klimaschutz und Energieeffizienz bis hin zu Fachkräftesicherung und Strukturwandel.

Die Wirkung der EU-Mittel ist in Sachsen überall sichtbar. Über den ESF Plus werden Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Innovation gefördert. Der EFRE stärkt Forschung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz, Energieeffizienz und Stadtentwicklung. Und der JTF unterstützt besonders die Regionen, die vom Strukturwandel betroffen sind – etwa die Lausitz, das Mitteldeutsche Revier sowie den Raum Chemnitz-Zwickau.

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter formuliert es klar: »EU-Mittel sichern Sachsens Zukunft.« Für ihn ist die europäische Förderung weit mehr als finanzielle Unterstützung. Sie hilft dabei, neue Ideen auf den Weg zu bringen, Unternehmen zu stärken, Beschäftigung zu sichern und Zukunftsinvestitionen möglich zu machen. Und nicht zuletzt bietet sie einen Binnenmarkt, der weltweit seinesgleichen sucht. Gerade in einer Zeit, in der geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der Druck auf demokratische Werte zunehmen, zeigt sich die Bedeutung eines starken und souveränen Europas besonders deutlich

Dass Europa in Sachsen ganz konkret ankommt, zeigen viele Beispiele: In der Lausitz entsteht in Kamenz ein Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Luftfahrt. Ein Forschungsflugzeug soll dort verschiedene Antriebe testen – von Elektromotoren über Brennstoffzellen bis hin zu Wasserstoffsystemen. Die TU Dresden erhält dafür 4,6 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund. Das Projekt stärkt nicht nur die Luftfahrtindustrie in Ostdeutschland, sondern auch die praxisnahe MINT-Ausbildung vor Ort.

Ein weiteres JTF-Projekt ist »GreenPharming«, eine Kooperation der TU Dresden und der Hochschule Zittau/Görlitz. Ziel ist eine nachhaltige, klimaneutrale Herstellung biologischer Arzneimittel. Auch hier zeigt sich: Europäische Förderung macht Innovation möglich und schafft Lösungen für die Zukunft.

Hinzu kommen Investitionen in Bildung und Ausbildung: In Dresden entsteht ein neues Berufliches Schulzentrum für Elektrotechnik mit bis zu 100 Millionen Euro aus dem EFRE. Es soll den Halbleiterstandort stärken. In Zwickau werden Schulgebäude energetisch saniert, und an der TU Chemnitz entstehen neue Ausbildungsnetzwerke. Das alles macht deutlich: Europa wirkt in Sachsen unmittelbar – in Klassenzimmern, Werkhallen, Laboren und Forschungseinrichtungen.

Minister Panter ist es wichtig, dass die Regionen auch künftig eine starke Rolle bei der Verteilung der Mittel behalten. Vor Ort kenne man die Bedürfnisse von Unternehmen, Kommunen und Forschungseinrichtungen am besten. Gerade diese Nähe sei entscheidend, um Fördermittel klug, wirksam und passgenau einzusetzen.

Seit 1990 sind mehr als 14 Milliarden Euro EU-Fördermittel nach Sachsen geflossen. Mehr als 230.000 Projekte wurden damit realisiert. Diese Bilanz zeigt: Europa ist für Sachsen keine abstrakte Idee. Europa investiert in Bildung, Beschäftigung, Innovation und Lebensqualität – und damit in die Zukunft des Freistaates.

Weitere Informationen auf der EU-Förderseite »Europa fördert Sachsen«: https://www.xn--europa-frdert-sachsen-oec.de/de/


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