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#ZUKUNFTblog

3. Sächsische Rohstoffkonferenz in Freiberg zeigt Rohstoffzukunft

3. Sächsische Rohstoffkonferenz in Freiberg zeigt Rohstoffzukunft

Wie kann Sachsen Rohstoffe künftig klimafreundlich, nachhaltig und zugleich wettbewerbsfähig gewinnen und im Kreislauf halten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 3. Sächsischen Rohstoffkonferenz, die am 22. Januar 2026 in Freiberg stattfand. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Rohstoffwirtschaft und Politik kamen zusammen, um zentrale Zukunftsfragen der Rohstoffversorgung zu diskutieren – von der Renaissance des Bergbaus in Sachsen über innovative Recyclingverfahren für Seltene Erden bis hin zu Wasserstofftechnologien und dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter brachte sich mit einer Rede in die Debatten ein. Ausgerichtet wurde die Konferenz von der Technische Universität Bergakademie Freiberg gemeinsam mit dem SMWA – als Beitrag zu einer strategischen, verantwortungsvollen Rohstoffpolitik für Sachsen und Europa.

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter. Bild: TUBAF/A. Hiekel

Wirtschaftsminister Panter: »Rohstoffe sind derzeit weltweit ein großes Thema: Die USA greifen in Venezuela ein und kokettieren offen mit der Annexion Grönlands, China schränkt den Export von seltenen Erden ein und auch die Verbindungen nach Russland sind nicht mehr existent. Europa droht bei den Bestrebungen um eine sichere Rohstoffversorgung auf das Abstellgleis geschoben zu werden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass das Lithium-Projekt in Zinnwald endlich zum Laufen kommt – für die Unabhängigkeit Europas und für die Rohstoffsicherheit gerade in Deutschland. Die Nutzung und der verantwortungsvolle Umgang von einheimischen Roh- und Sekundärrohstoffen sind wichtiger denn je – und deswegen ist auch diese 3. Rohstoffkonferenz wichtiger als früher.«

Die Rektorin der TU Bergakademie Freiberg Professorin Jutta Emes sagt zur Ausrichtung der Sächsischen Rohstoffkonferenz: »Rohstoffe schaffen Zukunft, und die Zukunft der Rohstoffe findet in Freiberg statt. Ich freue mich, dass die Sächsische Rohstofftagung der TU Bergakademie Freiberg und des SMWA eine zentrale Plattform für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Rohstoffbereich bildet. Die Teilnehmenden erleben die aktuellen Fragestellungen einer modernen Rohstoffgewinnung und des Recyclings kompakt, sozusagen »in a nutshell«. Mit der Konferenz setzen wir ein Zeichen, dass die Rohstoffzukunft in Sachsen zu Hause ist. Bei uns an der TU Bergakademie Freiberg wird die Wertschöpfungskette vom nachhaltigen Bergbau bis zum Produkt vollständig abgebildet – das ist einmalig.«

Die Rohstoffkonferenz findet seit 2024 zum dritten Mal statt. »Das Format hat sich erfolgreich etabliert als Nährboden für den Austausch – einerseits über die aktuell ganz oben auf der wissenschaftlichen Agenda stehenden Fragen zur Zukunft der Ressourcengewinnung. Das sind unter anderem die Herstellung von Wasserstoff oder auch das Recycling von Glas aus der Autoproduktion. Andererseits ist die Rohstoffkonferenz in Freiberg der Ort, wo neue Projekte angestoßen werden«, fasst Professor Martin Bertau, Prorektor für Forschung und Transfer an der TU Bergakademie Freiberg die Zielsetzung der eintägigen Veranstaltung zusammen. 

Rund 120 Teilnehmende haben sich zur Rohstoffkonferenz angemeldet, davon zahlreiche Studierende der TU Bergakademie Freiberg, die kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Die thematische Bandbreite der 3. Sächsischen Rohstoffkonferenz hat die ganze Wertschöpfungskette im Blick. Der interdisziplinäre Ansatz bezieht das gesamte Gebiet der heimischen Rohstoffgewinnung ein: Primärrohstoffe, nachwachsende Rohstoffe und Sekundärrohstoffe aus Recyclingprozessen. Sie sind die Grundlage für sämtliche industrielle Herstellungsprozesse – vom Auto bis zum Laptop.

Bilder: TUBAF/A. Hiekel

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