Meilenstein für Fachkräfteausbildung: Wirtschaftsminister Dirk Panter hat gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Kultusminister Conrad Clemens und Dresdens OB Dirk Hilbert am 5. September einen Fördermittelbescheid für den Neubau des BSZ Elektrotechnik in Dresden an Schulleiter Steffen Palowsky überreicht. Dafür stehen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung – finanziert über die STEP-Maßnahme (»Strategische Technologien für Europa«) erstmals vollständig aus EU-Mitteln. Der neue Campus schafft moderne Ausbildungsbedingungen und ist ein wichtiger Baustein, um den steigenden Fachkräftebedarf der Halbleiterindustrie und zahlreicher mittelständischer Betriebe zu decken.
Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter: »Dass wir diese EU-Mittel sichern konnten, ist ein entscheidender Schritt, um den steigenden Fachkräftebedarf vor allem in der Halbleiterindustrie zu decken. Damit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Sachsen nachhaltig. Das neue Schulzentrum wird allen Unternehmen in der Region zugutekommen«
Antwort auf steigenden Fachkräftebedarf
Mit dem neuen Campus im Stadtteil Prohlis entstehen zeitgemäße Lernumgebungen – nahezu klimaneutral, ausgestattet mit modernen Werkstätten, Laboren und digitalen Räumen. Bis 2028 sollen hier rund 2.200 junge Menschen vor allem in Berufen wie Mechatronik, Mikrotechnologie und Fachinformatik ausgebildet werden. Die Fachkräfte von morgen erhalten ihre Ausbildung künftig auch auf Englisch. Als erstes deutsches Bundesland will Sachsen eine englischsprachige Berufsausbildung ermöglichen.
Diese Ausbildungsrichtungen sind für Sachsens Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Investitionen von Infineon, Bosch und dem neuen ESMC-Werk schieben die Mikroelektronik in Dresden weiter an – und führen zu einem stark steigenden Fachkräftebedarf in diesen Werken ebenso wie bei den mittelständischen Zulieferern. Das neue Schulzentrum trägt dazu bei, diesen Bedarf langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Chipproduktion zu stärken.
Investition in die Zukunft des Standorts
Mit Gesamtkosten von mehr als 136 Millionen Euro ist der Neubau des BSZ Elektrotechnik eines der größten Bildungsprojekte der kommenden Jahre in Sachsen. Die Landeshauptstadt Dresden als Schulträgerin investiert parallel in bestehende Kapazitäten, damit der Ausbildungsbetrieb bis zum Umzug 2028 gesichert bleibt.
Wirtschaftsminister Panter dankte ausdrücklich den Teams des SMWA, die in kürzester Zeit die komplexen Abstimmungen mit der EU vorangetrieben und den Weg für die Vollfinanzierung geebnet haben: »Gut ausgebildete Fachkräfte sind unser Pfund. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass der Wirtschaftsstandort Sachsen von Investitionen in Schlüsseltechnologien profitiert. Der neue Bildungscampus schafft die besten Bedingungen, damit wir auch künftig über genügend qualifizierte Nachwuchskräfte verfügen.«

Foto: AGZ Zimmermann Architekten GmbH
