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Dirk Panter beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum: »Der Osten will Gestalter statt Zuschauer sein»

Dirk Panter beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum: »Der Osten will Gestalter statt Zuschauer sein»

Die Welt sortiert sich neu: wirtschaftlich, technologisch, geopolitisch. Vor diesem Hintergrund kam das Ostdeutsche Wirtschaftsforum 2026 in Bad Saarow (Brandenburg) zusammen. Unter dem Leitgedanken »Eine neue (Un)Ordnung« versammelte das OWF vom 31. Mai bis 2. Juni führende Stimmen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft. Gemeinsam wurde darüber diskutiert, welche Rolle Deutschland und Europa im globalen Systemwettbewerb einnehmen können. Ostdeutschland stand dabei im Mittelpunkt als Region, in der Transformation umgesetzt wird.

Der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter nahm am 1. Juni an einer Podiumsdiskussion zum Thema »Von Verteidigung und Wertschöpfung: Ostdeutschland in Europas Sicherheitsökonomie« teil. Panter ist seit seinem Amtsantritt regelmäßig mit Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Kontakt und hat in den Gesprächen mit sächsischen Mittelständlern vernommen, dass sie bislang nur wenig von Rüstungsinvestitionen profitieren. Daraufhin forderte er u.a. im Bundesrat einen fairen Anteil für Ostdeutschland bei Verteidigungsinvestitionen.

Im Rahmen des OWF 2026 bekräftigte Panter diese Forderung: »Wir wollen Gestalter statt Zuschauer sein. Gerade die ostdeutschen Länder verfügen über starke Innovationscluster und hochspezialisierte Unternehmen – von Mikroelektronik über KI bis hin zu Drohnen-, Kommunikations-, Textil- und Optiktechnologien. Viele dieser Technologien sind als Dual-Use-Anwendungen auch sicherheitsrelevant. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür, die ostdeutschen Standorte systematisch in Forschungs-, Innovations- und Beschaffungsstrategien des Bundes einzubeziehen.«

Vor Pfingsten hatten das Bundesministerium der Verteidigung und die Bundeswehr mitgeteilt, die bereits vorhandene Präsenz des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Dresden auszubauen, um die Dimension »Cyber und Informationstechnik« zu stärken. Staatsminister Dirk Panter wertete diese Ankündigung als Chance für mehr Sichtbarkeit sächsischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen der Bundeswehr. Zugleich warb er wiederholt um Rückhalt bei Investitionen in die Rüstungs- und Verteidigungswirtschaft: »Diese Märkte sind notwendig und entwickeln sich: Sie schaffen neue Arbeitsplätze, beschleunigen Innovationen und festigen industrielle Wertschöpfung – auch hier in Sachsen. Als ostdeutsches Bundesland müssen wir hier Schritt halten, damit die Investitionen nicht anderswo in Deutschland wirken.«

Bilder: Deutschland – Land der Ideen/Brundert_Marquardt


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