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#ZUKUNFTblog

Schachtanschlag in der Porzellanmanufaktur MEISSEN

Schachtanschlag in der Porzellanmanufaktur MEISSEN

Am Barbaratag, dem 4. Dezember, feierte die Porzellanmanufaktur MEISSEN mit dem traditionellen Schachtanschlag des neuen manufaktureigenen Bergwerks einen Meilenstein in der Geschichte der Manufaktur. Gemeinsam mit Sachsens oberstem Bergmann, Wirtschaftsminister Martin Dulig, der den Bergleuten in Sachsens kleinstem Bergwerk Glück AUF« wünschte, wurde die Eröffnung gefeiert. 

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Das kleinste Bergwerk Europas, das von nur zwei Bergleuten betrieben wird, zeichnet sich vor allem durch die unübertroffene Qualität seines Kaolins aus. Die Porzellanerde enthält keinerlei Verunreinigungen durch Eisenoxid oder Titanoxid, so dass im Endprodukt kein Grau-, Gelb- oder Blaustich zu erkennen ist. Die unübertroffene Reinheit des Kaolins aus der Grube Seilitz bei Meißen verleiht dem fertigen Porzellan das auffallend strahlende Weiß, das MEISSEN auszeichnet.

Am 4. Dezember 2023 wurde das neue Besucherbergwerk Seilitz eingeweiht. Teil der Veranstaltung ist die Aufstellung der Heiligen Barbara – Schutzpatronin der Bergleute – im neu errichteten Huthaus und Schachtgebäude gemeinsam mit Herrn Staatsminister Dulig. Der 4. Dezember hat für die Bergleute eine ganz besondere Bedeutung und ist besser bekannt als Barbaratag.

Staatsminister Martin Dulig nimmt an der Eröffnung des neuen Schachts des Bergwerks Seilitz teil. Hier mit Olaf Alisch, Martin Dulig und Steiger Andreas Kawka.
Staatsminister Martin Dulig nimmt an der Eröffnung des neuen Schachts des Bergwerks Seilitz teil. Dr. Tillmann Blaschke zeigt Martin Dulig den Rohstoff Kaolin.

Martin Dulig betonte: »Der neue Schachtanschlag symbolisiert nicht nur den Mut in die Zukunft des Bergbaus, sondern auch unser starkes Engagement für die Entwicklung unserer Region. Die Verarbeitung des hochwertigen Kaolins aus dem eigenen Bergbau ist ein faszinierendes Beispiel sächsischer Handwerkskunst und Tradition. Sachsen hat die Zukunft fest im Blick und stärkt mit einer strategischen Rohstoffpolitik die nachhaltige Nutzung unserer einzigartigen Ressourcen. Der Fokus liegt dabei auf technologischen und mineralischen Rohstoffen, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Die Erarbeitung einer eigenen Rohstoffstrategie seit 2012 zeigt unser Engagement für eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft. Mit kluger Planung und gezielten Maßnahmen wollen wir unsere Potenziale ausbauen und ressourcenschonend nutzen.«

Seit 1764 wird in Seilitz der exklusive Rohstoff Kaolin für die Manufaktur abgebaut – zunächst im Tagebau, ab 1825 im Untertagebau. Das alte Grubenfeld war bis zur 5. Sohle abgebaut, dem tiefsten Punkt, an dem noch hochwertiges Kaolin zu finden war. Deshalb war es notwendig, ein neues Grubenfeld zu erschließen. 150 Meter vom bisherigen Förderschacht entfernt entsteht so ab 2019 ein neues Abbaufeld, in dem ab 2023 wieder von ganz oben (auf der ersten Sohle) unter Tage Kaolin abgebaut werden kann. Damit ist die wichtigste Grundlage für MEISSEN-Porzellan für mindestens weitere 50 Jahre gesichert. Glück Auf Seilitz!

Kaolin-Abbau in Sachsen

Etwa 10 Kilometer Luftlinie von der Meißener Albrechtsburg entfernt, liegt Europas kleinstes Bergwerk. Zwei Bergmänner fördern hier jeden Tag zwei bis drei kleine Hunte reinstes Kaolin in händischer Bergbauweise zu Tage und lagern es unter einem Beschlag der so auch schon vor 300 Jahren hier hätte stehen können. Das Kaolin –  oder Porzellanerde – das in Seilitz seit Jahrhunderten geförderten wird, ist besonders rein und in Europa einzigartig.

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Weitere Informationen in der Pressemitteilung der Porzellanmanufaktur MEISSEN: https://www.meissen.com/de/press


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