Sachsens Popmusikszene zeigt, wie vielseitig, vernetzt und innovativ sie ist. Bei der feierlichen Preisverleihung des Wettbewerbs »Popmusik Sachsen 2026« wurden am Montag in Leipzig 21 herausragende Projekte geehrt, die den Sound und die Strukturen der sächsischen Musiklandschaft mitgestalten – von vielversprechenden Newcomer-Acts bis zu Clubs, Festivals und Initiativen.
Zum dritten Mal setzt der Wettbewerb ein starkes Zeichen für die kreative Energie der Branche. Erstmals wurde er vom Büro für Popkultur und Musik Sachsen (BPM Sachsen) im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz ausgerichtet. Ziel ist es, Musikerinnen und Musiker, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Kreative zu würdigen, die mit neuen Ideen und Formaten die Popkultur im Freistaat bereichern.
»Ein echter Allrounder« – Minister Dirk Panter über Sachsens Musikbranche.

Mit dem neu gegründeten BPM Sachsen möchte das SMWA diese Vielfalt weiter stärken und die Popkultur im Freistaat auf ein stabiles Fundament stellen. »Wir wollen Strukturen schaffen, damit Musik in und aus Sachsen wachsen und begeistern kann«, so Panter weiter.
Wirtschaftsminister Dirk Panter hob bei der Preisverleihung die Breite und Professionalität der sächsischen Musikszene hervor: »Die Popmusikszene in Sachsen sprüht vor Talent, Ideen und Tatkraft. Mich beeindruckt, wie kreativ und vernetzt hier gearbeitet wird – von der Bühne bis ins Studio, von der Produktion bis zum Design. Die Musikbranche zeigt sich als echter Allrounder.«
Preisgekrönte Vielfalt – von Stadt bis Land
171 Bewerbungen gingen in diesem Jahr ein – ein eindrucksvolles Zeichen für die Lebendigkeit der Szene. Eine interdisziplinär besetzte Jury aus den Bereichen Journalismus, Musik, Clubkultur, Creative-Tech und Kulturarbeit wählte 21 Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Dabei gingen Auszeichnungen nicht nur in die großen Städte wie Leipzig, Dresden und Chemnitz, sondern auch in den ländlichen Raum – etwa zu Festivals, Initiativen und Projekten, die außerhalb der urbanen Zentren musikalische Impulse setzen und lokale Szenen sichtbar machen.
Das SMWA stellt insgesamt 60.000 Euro Preisgeld bereit. Damit werden Newcomer ebenso gefördert wie etablierte Akteure, die mit innovativen Programmen, Formaten und Ideen zu einer starken und lebendigen Musiklandschaft beitragen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026
Beste neue Acts (5 × 3.000 Euro)
Fünf talentierte Künstlerinnen und Künstler, die mit originellen Sounds und frischen Perspektiven begeistern:
- Deslin Ami Kaba (Leipzig)
- Görda (Leipzig)
- Juno030 (Leipzig)
- rémi.fr (Dresden)
- Selma Juhran (Chemnitz)
Beispielhafte Kooperationen (3 × 3.000 Euro)
Ausgezeichnete Zusammenarbeit über Genres und Regionen hinweg:
- co:lab concerts (Chemnitz)
- Endlich Wochenende (Knappenrode)
- OMAD (Leipzig)
Beste Festivals im ländlichen Raum (4 × 3.000 Euro)
Kulturelle Leuchtpunkte jenseits der Großstädte, die regionale Szenen stärken:
- FOKUS Festival (Görlitz)
- Meta Solis (Miltitz/Elstra)
- Thalklang (Drebach)
- WeGoApart with ART (Löbau)
Best Practice Clubs & Livemusikspielstätten (5 × 3.000 Euro)
Orte, an denen Sachsens Musikkultur lebt und wächst:
- Altes Wettbüro (Dresden)
- Atomino (Chemnitz)
- elipamanoke (Leipzig)
- Ostpol (Dresden)
- ZiMMT (Leipzig)
Innovative Music-Tech-Vorhaben (2 × 3.000 Euro)
Kreative Schnittstellen von Musik, Technik und Zukunft:
- Cucumber Company (Chemnitz)
- exe.cute.insights (Leipzig)
Sonderpreise (2 × 1.500 Euro)
Für Projekte mit besonderer gesellschaftlicher und struktureller Bedeutung:
- Lost Clubs Sachsen – Plattform zur digitalen Bewahrung sächsischer Clubkultur (Leipzig)
- Volume11 – modulare Proberäume für urbane Räume (Dresden)
Popmusik als Motor für Kultur und Wirtschaft
Musik begleitet, bewegt und verbindet – sie ist Ausdruck von Identität und Kreativität. Doch sie ist auch Wirtschaftsfaktor: Popmusik schafft Arbeitsplätze, zieht Publikum an und stärkt regionale Wertschöpfung.
Der Wettbewerb »Popmusik Sachsen« trägt dazu bei, diese Potenziale sichtbar zu machen und zu fördern. Mit ihm knüpft Sachsen an internationale Vorbilder an – Länder wie Großbritannien, Frankreich und die Niederlande integrieren Popmusik schon lange gezielt in ihre Kultur- und Wirtschaftspolitik.
Der Erfolg der diesjährigen Preisverleihung zeigt: Sachsens Popkultur wächst – und sie klingt weit über die großen Bühnen hinaus. 🎶
Wettbewerb Popmusik Sachsen 2026 – Zahlen und Fakten
- Bewerbungen: 171
- Auszeichnungen: 21 Projekte
- Preisgeld: insgesamt 60.000 Euro
- Sonderpreise: 2 à 1.500 Euro
- Veranstalter: Büro für Popkultur und Musik Sachsen (BPM Sachsen) im Auftrag des SMWA
- Jury: Fachleute aus Musik, Journalismus, Clubkultur, Creative-Tech und Kulturarbeit
- Preise gingen an Projekte in allen Regionen Sachsens – von den Großstädten bis in den ländlichen Raum
