Die Große Kreisstadt Radeberg (Landkreis Bautzen) möchte bis 2028 vorhandene Wege zum neuen »Rundwanderweg Hüttertal« verknüpfen. Dafür hat Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel am 17. November einen Fördermittelbescheid an Oberbürgermeister Frank Höhme überreicht.
Bald lässt es sich noch schöner durch das Hüttertal bei Radeberg wandern. »Der neue Rundwanderweg rückt Radeberg noch stärker als Ausflugsziel in den Blickpunkt«, sagte Staatssekretär Scheel in der Radeberger Schlossmühle. Der Freistaat Sachsen fördert das touristische Vorhaben mit rund 1,9 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm GRW-Infra (»Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur«). Dies entspricht 80 Prozent der förderfähigen Kosten.
Der rund drei Kilometer lange geplante Weg führt durch die Flusslandschaft der Großen Röder und weist nur geringe Höhenunterschiede auf. Er verbindet u.a. Schloss Klippenstein, die Hüttermühle, das Stadtbad Radeberg sowie bestehende Grünanlagen und ist auch mit dem Rad befahrbar. Von dem Projekt profitiert ebenfalls die Nachbarkommune Arnsdorf, zu der durch das Landschaftsschutzgebiet gewandert werden kann. Die Route erhält zwei Rastplätze mit Unterständen, Sitzplätze, zwei Bildungspunkte mit Infotafeln, neue Wegweiser, eine neue energieeffiziente Beleuchtung und zwei öffentliche Toilettenanlagen mit Solarmodulen. Zudem sind zwei gebührenpflichtige Parkplätze mit insgesamt 85 PKW-Stellplätzen vorgesehen. Anschlüsse an den Nahverkehr bestehen in Radeberg und im Arnsdorfer Ortsteil Wallroda.


Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel: »Radeberg ist in erster Linie für Bier, Wurst und Likör bekannt. Das Mittelzentrum steht aber für viel mehr als das. Der neue Rundwanderweg durch das Hüttertal wird die Stadt noch stärker als Ausflugsziel in den Blickpunkt rücken. Zahlreiche touristische Betriebe können von dem überzeugenden Gesamtkonzept profitieren, das auch einen Beitrag zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit leistet. Deshalb ist unsere Förderung sehr gut angelegtes Geld. Ich wünsche den Beteiligten einen reibungslosen Projektablauf und freue mich schon auf dieses neue touristische Highlight am Eingang zur Westlausitz.«
Oberbürgermeister Frank Höhme: »Mit dem Projekt ›Grünes Band‹ hat unsere Stadt in den vergangenen Jahren bereits eine sehr schöne Gestalt angenommen. Mit jeder einzelnen Maßnahme erhöht sich die Attraktivität Radebergs weiter. Der Fördermittelbescheid ermöglicht nun einen weiteren riesengroßen Sprung nach vorn, wofür ich sehr dankbar bin. Der Rundwanderweg wird wesentlich zur Stärkung des Tourismus in Radeberg beitragen, da bin ich mir sicher. Das i-Tüpfelchen wäre es natürlich, wenn der Weg künftig an der Hüttermühle im sanierten Zustand vorbeiführte.«
Hintergrund: Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur«
Die Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (GRW) ist ein von Bund und Freistaat Sachsen gemeinsam finanziertes Programm zur Förderung gewerblicher Investitionen und kommunaler wirtschaftsnaher Infrastruktur. Das Bewilligungskontingent für das Jahr 2025 beläuft sich auf insgesamt rund 207 Millionen Euro. Dieses Programm trägt als Regionalförderung dazu bei, die Investitionsbereitschaft in den Gemeinden und bei den Unternehmen auch in schwieriger konjunktureller Lage zu stärken.
- Mit dem Programm »GRW-Infra« fördert der Freistaat seit vielen Jahren die Erschließung von Gewerbegebieten, die Errichtung von Gewerbezentren sowie Investitionen in die touristische Infrastruktur. Die Förderung beträgt dabei grundsätzlich 60 Prozent, bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen kann die Förderung auf bis zu 90 Prozent erhöht werden. Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Landesdirektion Sachsen.
- Das Programm »GRW-RIGA« unterstützt gewerbliche Unternehmen bei ihren Investitionen in die Errichtung neuer Betriebsstätten, den Kapazitätsausbau oder die Diversifizierung der Produktion und auch bei Neuinvestitionen im Zusammenhang mit dem Erwerb einer stillgelegten oder von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte. Die Höhe der Förderung ist dabei abhängig von der Größe des Unternehmens und der Region, in der investiert wird. Darüber hinaus werden die Höchstfördersätze (35 Prozent für kleine Unternehmen, 25 Prozent für mittlere Unternehmen und 15 Prozent für große Unternehmen) nur gewährt, wenn die Investition ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien erfüllt.
Weitere aktuelle Förderbeispiele aus Chemnitz und dem Erzgebirgskreis
Foto oben, von links nach rechts (Bildrechte: Stadt Radeberg)
- Anke Görres, Sachbearbeiterin Stadtsanierung der Stadt Radeberg
- Frank Höhme, Oberbürgermeister von Radeberg
- Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
- Uta Schellhorn, Leiterin des Bauamtes der Stadt Radeberg
