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Neue Digitalstrategie des Freistaats Sachsen verabschiedet

Neue Digitalstrategie des Freistaats Sachsen verabschiedet

»sachsen digital 2030: besser, schneller, sicher«

In der auswärtigen Sitzung des Sächsischen Kabinett am 24. Januar 2023 hat Sachsens Staatsregierung die neue Digitalstrategie des Freistaats Sachsens verabschiedet. Im Anschluss an die Sitzung stellte Sachsen Digitalminister Martin Dulig die neue Strategie »sachsen digital 2030: besser, schneller, sicher« der Landespresse vor. Es ist die nunmehr dritte Neuauflage der völlig überarbeiteten Digitalstrategie. 

»Die Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen wird damit in den kommenden Jahren nicht nur die Leitplanken für die sächsische Staatsregierung und die Verwaltung auf staatlicher sowie kommunaler Ebene geben, sondern auch für Wirtschaft, Wissenschaft und die Zivilgesellschaft als handelnde Akteure eine Richtschnur sein, um Sachsen gemeinsam »besser, schneller, sicher« zu gestalten.«

Sachsens Digitalminister Martin Dulig

Der Weiterentwicklungsprozess wurde erstmals durch ein breites Beteiligungsverfahren von Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und  Zivilgesellschaft unterstützt. »sachsen digital 2030: besser, schneller, sicher« fasst das Ergebnis zusammen:

  • Besser – weil wir davon überzeugt sind, dass digitale Technologien unser aller Leben verbessern können
  • Schneller – weil das Tempo, mit dem wir den digitalen Wandel hierzulande bisher vorantreiben, noch nicht immer ausreicht
  • Sicher – weil wir offen über Risiken reden, uns vor diesen aber nicht abschrecken lassen

Alle Vorhaben der Digitalstrategie – auch das ist ein Ergebnis aus dem Beteiligungsprozess – orientieren sich an den drei übergreifenden Prinzipien Nachhaltigkeit, Teilhabe und Resilienz. Denn vor allem durch langfristiges Denken und Handeln in Bezug auf soziale, ökonomische und ökologische Aspekte (Nachhaltigkeit) Gleichberechtigung und Diskriminierungsfreiheit (Teilhabe) sowie digitaler Souveränität (Resilienz) gelingt die digitale Transformation. 

Auswärtige Kabinettssitzung in Chemnitz. Im Mittelpunkt der Kabinettssitzung stehen Digitalthemen und die Beschlussfassung der Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen.
Foto: Sächsische Staatskanzlei / Pawel Sosnowski
Staatsminister Martin Dulig in der Kabinettssitzung am 24. Januar 2023
Foto: Sächsische Staatskanzlei / Pawel Sosnowski

Minister Dulig: »Bereits im Jahr 2016 war Sachsen Vorreiter und damit eines der ersten Bundesländer mit einer ressortübergreifende Digitalstrategie. Damit sich das digitale Ökosystem zukünftig weiter gut entwickeln kann, wollen wir uns mit der vorliegenden Strategie neu aufstellen. Denn wir haben hier in Sachsen herausragende Kompetenzen in Schlüsseltechnologien der Digitalisierung wie Mikro- und Nanoelektronik, Robotik oder künstliche Intelligenz. Diese gilt es noch stärker zu nutzen.«

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Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen

Für uns steht der Begriff des digitalen Wandels für die umfassenden Veränderungsprozesse aller unserer Lebensbereiche – hervorgerufen durch die Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien. Diese Entwicklung vollzieht sich weltweit und in einer für die bisherige Menschheitsgeschichte beispiellosen Geschwindigkeit. Der digitale Wandel bewirkt grundlegende Veränderungen nicht mehr im Maßstab von Jahrzehnten, sondern nunmehr innerhalb von wenigen Jahren oder sogar Monaten.

Ausgelöst durch die neuen technologischen Möglichkeiten, weckt der digitale Wandel in uns große Erwartungen auf mehr Freiheitmehr Wohlstand und die Bewältigung von großen Herausforderungen. Zugleich ist die erfolgreiche Bewältigung des digitalen Wandels an sich eine Herausforderung und wir wissen, dass technologischer Fortschritt auch neue Risiken mit sich bringt.

Der Prozess des digitalen Wandels schreitet in Sachsen in den vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen nicht mit gleicher Intensität voran und hat unterschiedliche Ausprägungen entwickelt. So verfügt Sachsen in einzigartiger Weise über herausragende Kompetenzen bei Schlüsseltechnologien des digitalen Wandels. Mikro- und Nanoelektronik, modernste Mobilfunktechnologien, Big Data, künstliche Intelligenz, Robotik. Diese und viele andere Zukunftsthemen spielen in Sachsen in Forschung und Wirtschaft eine mindestens im nationalen oder europäischen Maßstab bedeutende Rolle. Das digitale Ökosystem in Sachsen wird vor Ort durch schlagkräftige Branchennetzwerke und Digital Hubs koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Freistaat weiterentwickelt. Diese Stärken gilt es weiter zu unterstützen, um auch zukünftig von einer leistungsfähigen, innovativen Wirtschaft und sicheren Arbeitsplätzen mit guter Arbeit zu profitieren. Damit sichern wir Lebensqualität, Wohlstand und die Demokratie in unserem Freistaat. Sachsen hat in bestimmten Bereichen aber auch Verbesserungspotenzial beim digitalen Wandel. So wünschen sich – wie überall in Deutschland – die Bürgerinnen und Bürger mehr und bessere digitale Verwaltungsdienstleistungen. Eine spezifisch sächsische Herausforderung beim digitalen Wandel stellt die kleinteilige Struktur der sächsischen Wirtschaft dar, denn kleineren Firmen fällt die digitale Transformation oft schwerer als größeren Unternehmen.

Mit der ressortübergreifenden Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen, »sachsen digital 2030«, wollen wir eine Antwort darauf geben, wie wir als Gemeinwesen dem digitalen Wandel in Sachsen auf der Grundlage von unverrückbaren Werten, wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit begegnen, ihn mitgestalten und zum Vorteil aller Menschen in Sachsen nutzen können.

Mit »sachsen digital 2030: besser, schneller, sicher« haben wir uns als sächsische Staatsregierung ein übergeordnetes Leitmotiv für die erfolgreiche Gestaltung des digitalen Wandels in Sachsen gegeben. Was meinen wir damit?

  • Besser – weil wir davon überzeugt sind, dass digitale Technologien unser aller Leben verbessern können. Sie haben das Potenzial uns in Sachsen bei der Bewältigung von großen Herausforderungen zu unterstützen. Gleichzeitig birgt die Dynamik dieses weltweiten Prozesses ein stetes Verbesserungspotential, dem wir uns gemeinsam stellen wollen und müssen.
  • Schneller – weil das Tempo, mit dem wir den digitalen Wandel hierzulande bisher vorantreiben, noch nicht immer ausreicht. Wir wollen das Potenzial des digitalen Wandels schnellstmöglich zum Wohle der Menschen in Sachsen nutzen.
  • Sicher – weil wir offen über Risiken reden, uns vor diesen aber nicht abschrecken lassen. Wir müssen in der Lage sein, die neuen Bedrohungen zu erkennen und uns gegen diese zu wappnen. Dazu gehört auch eine entsprechende Notfallvorsorge und der Schutz der Persönlichkeitssphäre. Die Menschen müssen Vertrauen in die Anwendung digitaler Technologien haben können.

Um dieses Leitmotiv für Sachsen zu realisieren, steht nicht nur die Sächsische Staatsregierung und die Verwaltung auf staatlicher sowie kommunaler Ebene, sondern auch die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Zivilgesellschaft als handelnde Akteure in der Verantwortung. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, den digitalen Wandel erfolgreich zu bewältigen. »sachsen digital 2030« wird von uns daher ganz bewusst – im Sinne eines neuen, umfassenden strategischen Ansatzes – als Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen bezeichnet.

Dimension Gesellschaft

Dimension Staat

Dimension Wirtschaft und Arbeit

Vision: Bis 2030 hat der digitale Wandel unsere Gesellschaft spürbar verbessert und sicherer gemacht.
Vision: Bis 2030 ist Sachsen Vorreiter für einen digitalen Staat
Vision: 2030 ist Sachsen einer der innovativsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands und internationaler Anziehungspunkt für hochqualifizierte Fachkräfte

Dimension Digitale Infrastruktur

Dimension Bildung, Wissenschaft und Forschung


Vision: Moderne digitale Infrastrukturen sind 2030 in Sachsen kein Thema mehr – sie sind flächendeckend vorhanden und leisten das was gebraucht wird

Vision: Digitale Kompetenzen und Formate sind selbstverständliche Bestandteile der Bildung an sächsischen Schulen und Hochschulen und bei Angeboten des lebenslangen Lernens

Der Prozess zur Weiterentwicklung der seit 2016 bestehenden Digitalstrategie im Jahr 2022 ist daher auf eine breite Beteiligung möglichst vieler Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie von Bürgerinnen und Bürgern angelegt. Zahlreiche wichtige Beiträge wurden durch die Beteiligung geliefert. Besonders hervorzuheben ist dabei der Beirat »Digitale Wertschöpfung«, der uns als wichtiges Beratungsgremium in diesem Prozess unterstützt und begleitet sowie zahlreiche Vorschläge zur Weiterentwicklung der Digitalstrategie einbringt.

Weitere Informationen zur Sächsischen Digitalstrategie: https://www.digitales.sachsen.de/die-strategie-sachsen-digital-3916.html?_cp=%7B%7D

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Vorschaubild: Sächsische Staatskanzlei / Pawel Sosnowski


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