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Martin Dulig I Konkret – Mehr als nur »de Mannlmacher« – Unterwegs im Weihnachtsland Sachsen

Martin Dulig I Konkret – Mehr als nur »de Mannlmacher« – Unterwegs im Weihnachtsland Sachsen

In der neuen Sonderausgabe »Martin Dulig I Konkret« macht sich Sachsens Wirtschaftsminister auf den Weg ins Weihnachtsland Sachsen. Im Erzgebirge, wo hunderte kleine und mittelständische Kunsthandwerksbetriebe seit Generationen Schwibbögen, Pyramiden, Nussknacker, Engel und »Raachermannln« fertigen, besucht Martin Dulig Unternehmen die Traditionen pflegen, aber auch modern mit der Zeit gehen und Firma sowie Angebot weiterentwickeln.

 

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Sachsen ist das Weihnachtsland in Deutschland. 60 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre kennen und schätzen das erzgebirgische Kunsthandwerk. Im Erzgebirge, wo hunderte kleine und mittelständische Kunsthandwerksbetriebe seit Generationen Schwibbögen, Pyramiden, Nussknacker, Engel und »Raachermannln« fertigen, läuft die Produktion für die bevorstehende Weihnachtssaison auf Hochtouren. Denn nach Weihnachten ist vor Weihnachten und das schon im Sommer. Bei 30 Grad Außentemperatur war Sachsens Wirtschaftsminister einen Tag im Weihnachtsland unterwegs und informierte sich, wie Tradition und Moderne im erzgebirgischen Kunsthandwerk weiterentwickelt werden. 

Das Ergebnis fasst die neue Folge des Wirtschaftstalks »Martin Dulig I Konkret« zusammen. Diese skizziert die Bedeutung der Weihnachtsbranche und deren aktuelle Herausforderungen. Mit welchen Konzepten wappnen sich die Betriebe für die Zukunft, wie binden und gewinnen sie Fachkräfte, welche Chancen bietet ihnen die Digitalisierung und wo sehen sie neue Absatzmärkte. Fünf Unternehmer gaben dem Minister theoretisch und praktisch einen Einblick vor Ort.

Wirtschaftsminister Martin Dulig besucht besucht Köhler Kunsthandwerk GmbH Co. KG in Eppendorf. Bild: SMWA / Ronald Bonss

Moderne Erzgebirgs-Holzkunst mit liebevollen Wintermotiven, das ist die Björn Köhler Kunsthandwerksmanufaktur in Eppendorf. Björn Köhler ist gelernter Drechslermeister und hat den Beruf von der Pike auf gelernt. Von Anfang an reizte ihn die Herausforderung, eine eigene Kollektion zu entwerfen – aus der Verbindung von traditionellem Handwerk und Gestaltungsansprüchen der Gegenwart. In Eppendorf wir mit viel handwerklichem Geschick und Liebe zum Detail Neues und Besonderes geschaffen. Vor Ort überzeugte sich Martin Dulig selbst. 

Ein besonderes Zeugnis erzgebirgischen Erfindergeist mit reichlich Traditionspflege ist das Unternehmen VSM GmbH Maschinen- und Anlagenbau in Großrückerswalde. Das Tochterunternehmen LaTeBi ist ein Hersteller von großen Metallschwibbögen und gelaserten Feuerkörben. Die Firma beweist, wie klassischer Maschinenbau und Blechverarbeitung mit Erzeugnissen aus dem Weihnachtsland gewinnbringend gekoppelt werden. 

Bei der Horatzscheck Kunsthandwerk GbR in Tannenberg wartete ein ganz besonderes Stopp der Tagestour: Der Handwerksbetrieb stellt sich der Herausforderung, einerseits die kulturelle Tradition der erzgebirgischen Region zu bewahren und andererseits mit einer zeitgemäßen Formensprache die Alltagskultur der Gegenwart aufzugreifen. Gunnar Horatzscheck und seinen Mitarbeitenden gelingt das mit zwei Editionen, die Tradition und Moderne abbilden. Die Figuren, Pyramiden und Leuchter werden mit einzigartigem handwerklichen Können und bemerkenswerter Farb- und Formintensität hergestellt.

Nestler Feinkartonagen in Ehrenfriedersdorf produziert u.a. die beliebten Papp-Weihnachtskugeln, die mit Geschenken befüllt werden können. Die Ursprünge des Familienunternehmens liegen im Jahr 1894, als in dem erzgebirgischen Dorf Wiesa eine Feinkartonagenfabrik gegründet wurde. Seit 1994 ist die Nestler GmbH deutschlandweit der einzige Hersteller von Papp-Ostereiern. Unter dem Slogan »Nestler… immer 1. Klasse!« setzt die Firma Nestler Trends im Bereich Schultüten. Die Handarbeit ist dabei ein wichtiger und großer Bestandteil der Produktionsprozesse. »Made in Germany« bzw. »Hergestellt im Erzgebirge« gelten als Qualitätsmerkmal für die produzierten Artikel.

Bei der Drechslerei Stephani in Olbernau legte Martin Dulig selbst Hand an. Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahre 1981 von dem Holzspielzeugmachermeister Peter Stephani. Seit 1992 führt es sein Sohn Heiner Stephani in der zweiten Generation weiter. Mit viel Leidenschaft und handwerklichem Geschick entstehen hier Tag für Tag traditionelle Holzerzeugnisse aus dem Erzgebirge, vom Räuchermann bis hin zu speziellen Auftragsarbeiten. Die Ursprünglichkeit der Materialien, die Liebe zum Detail und die jahrelange Erfahrung finden sich in jedem der hier handgefertigten Stücke wieder.

Wirtschaftsminister Martin Dulig besucht Drechslerei Stephani in Olbernhau. Bild: SMWA / Ronald Bonss

»In Sachsen sind aktuell 424 Holzkunstwerker erfasst. Der überwiegende Teil, 331, ist im Großraum Chemnitz tätig – und davon 244 im Erzgebirgskreis. Hier fertigen Drechsler und Holzspielzeugmacher seit vielen Generationen Schwibbögen, Pyramiden, Nussknacker, Engel und ,Raachermannl‹. Die umtriebigen kleinen und mittelständischen Betriebe sind im traditionellen Handwerk verwurzelt. Dieses Kulturgut stiftet Identität und prägt das Image der Welterberegion Erzgebirge«, so Wirtschaftsminister Martin Dulig.

Das Handwerk ruht sich auf seinem Traditionsbewusstsein jedoch nicht aus, sondern verknüpft es mit innovativen Ideen und zeitgenössischem Design. Das drückt sich in der vielseitigen Formgebung, den Farben und Materialien aus. Martin Dulig: »Längst sind die Kunsthandwerker mehr als nur ,de Mannlmacher‹. Sie verbinden ein feines Gespür für Tradition mit dem Mut zum Fortschritt. Sie gehen mit der Zeit und geben Impulse für die Innovationskraft im ländlichen Raum. Ein über 300 Jahre altes Kulturgut immer wieder neu zu erfinden und weltweit Begeisterung dafür zu entfachen – auch das ist #InnovationMadeinSaxony und überhaupt eine herausragende Leistung, der ich meinen Respekt zolle.«

Weitere Informationen zum Format »Martin Dulig I Konkret« unter: www.smwa.sachsen.de/martin-dulig-i-konkret-4219.html


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