{"id":98,"date":"2022-05-17T11:46:54","date_gmt":"2022-05-17T11:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.smwa.live.webit.de\/?p=98"},"modified":"2023-04-03T14:21:18","modified_gmt":"2023-04-03T14:21:18","slug":"auslandsreise-von-wirtschaftsminister-martin-dulig-in-grossbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2022\/05\/17\/auslandsreise-von-wirtschaftsminister-martin-dulig-in-grossbritannien\/","title":{"rendered":"Auslandsreise von Wirtschaftsminister Martin Dulig in\u00a0Gro\u00dfbritannien"},"content":{"rendered":"\n<p>Trotz Brexit: \u00bbInteresse an Kooperationen und Zusammenarbeit mit Gro\u00dfbritannien ist enorm.\u00ab  Auslandsreise von Wirtschaftsminister Martin Dulig startet mit Terminen in London und Birmingham | Kernthemen: Europ\u00e4ische Zusammenarbeit, Life Sciences, Wasserstoff<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zu Beginn seiner Gro\u00dfbritannien-Reise hat sich Wirtschaftsminister Martin Dulig mit britischen Ministern getroffen. Im Londoner Ministerium f\u00fcr Internationalen Handel traf er am Montag zun\u00e4chst Lord Grimstone of Boscobel, Minister f\u00fcr Investitionen. Dulig: \u00bbDer Lord war au\u00dferordentlich gut \u00fcber Sachsen informiert und wollte viel wissen \u00fcber den Transformationsprozess in der Automobilindustrie. Er hat meine Einladung, nach Sachsen zu kommen, sehr gern angenommen und seinen Besuch zugesagt.\u00ab Vor allem die Themen Energie- und Klimawandel spielten eine gro\u00dfe Rolle; so m\u00f6chte Gro\u00dfbritannien gern enger mit s\u00e4chsischen Firmen zusammenarbeiten &#8211; trotz oder gerade wegen des \u00bbBrexit\u00ab. \u00bbDer Brexit spielt in den Gespr\u00e4chen nat\u00fcrlich immer eine Rolle. Aber alle Seiten, egal ob sie f\u00fcr oder gegen den Austritt aus der EU waren, wollen nach vorn schauen und daf\u00fcr sorgen, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb Europas erhalten bleibt. Vor allem unsere Erfahrungen in der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette von Wasserstoff stie\u00dfen auf Interesse. Gro\u00dfbritannien m\u00f6chte viel erneuerbare Energie \u00fcber Wind erzeugen. Die Insellage hilft dabei sehr, um aus Wind gr\u00fcnen Wasserstoff f\u00fcr die Industrie zu gewinnen\u00ab, so Dulig weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend traf sich Martin Dulig mit Stephen Doughty, dem Schattenminister f\u00fcr Europa und Amerika bzw. dem Au\u00dfenexperten der oppositionellen Labour-Party. Der Schwerpunkt des Gespr\u00e4ches lag auf den Auswirkungen des Brexit. Dulig: \u00bbVor allem aber haben wir \u00fcber engere Kooperationen in Europa, vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges, gesprochen. Wie wir auch will Gro\u00dfbritannien unabh\u00e4ngig von \u00d6l und Gas werden. Auch die Auswirkungen von Putins Krieg auf die Menschen haben wir besprochen. Stephen Doughty erkl\u00e4rte, dass es im Gegensatz zu Deutschland mit seinen umfangreichen Hilfsprogrammen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung kaum entsprechende Hilfen im Vereinigten K\u00f6nigreich gibt. Er zeigte sich sehr interessiert an unseren Programmen.\u00ab&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus standen Netzwerkveranstaltungen auf dem Programm. Der dynamische Wirtschaftsstandort Sachsen pr\u00e4sentierte sich am Montagabend beim Empfang in der Residenz des deutschen Botschafters in London und beim \u00bbSAXONY!\u00ab-Event am Dienstag in Birmingham. Die rund 20-k\u00f6pfige s\u00e4chsische Delegation traf dort auf zahlreiche Multiplikatoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbUnser Interesse an Kooperationen mit Gro\u00dfbritannien ist enorm \u2013 trotz des Brexit und gerade angesichts der geopolitischen Herausforderungen\u00ab, betonte Martin Dulig. \u00bbGro\u00dfbritannien ist f\u00fcr Sachsen auch nach dem EU-Austritt ein unverzichtbarer Partner. Insbesondere in den Bereichen Wasserstoff, Life Sciences sowie emissionsarme Mobilit\u00e4t in Bahntechnik und Automobilindustrie wollen wir die Zusammenarbeit vertiefen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Souver\u00e4nit\u00e4t bei der Gewinnung von Rohstoffen wie Zinn und Lithium sind gerade jetzt auch zentrale Fragen der nationalen und europ\u00e4ischen Sicherheit.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich Bio- und Gesundheitswissenschaften (Life Sciences) kooperiert die Technische Universit\u00e4t Dresden bereits im Rahmen der \u00bbtransCampus\u00ab-Initiative seit 2015 erfolgreich mit dem King\u2019s College London, das Martin Dulig am Montag besuchte. Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit beider Exzellenzuniversit\u00e4ten ist das britisch-s\u00e4chsische Start-up \u00bbInnate Repair\u00ab hervorgegangen, das neue Therapien gegen Krebserkrankungen entwickelt. \u00bbLife Sciences sind eine der Schl\u00fcsselbranchen dieses Jahrhunderts\u00ab, betonte Minister Dulig. \u00bbSachsen hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer dynamischen Biotechnologie-Region entwickelt. Daf\u00fcr lassen sich viele erfolgreiche Beispiele nennen: zum Beispiel das Nationale Strahlenforschungszentrum OncoRay in Dresden, das Zentrum f\u00fcr Innovationskompetenz ICCAS in Leipzig, das auf Gen- und Zelltherapeutika spezialisierte Zukunftscluster SaxoCell und das Else Kr\u00f6ner Fresenius Zentrum f\u00fcr Digitale Gesundheit in Dresden. Seit 2020 hat das s\u00e4chsische Life-Science-Cluster auch gezeigt, dass es einen entscheidenden Beitrag zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie leisten kann. Der Freistaat Sachsen will in Zukunft in der Biotechnologie noch st\u00e4rker den Transfer der Forschungsarbeit unterst\u00fctzen, damit diese Potenziale auch industriell genutzt werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In Birmingham, die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt des Vereinigten K\u00f6nigreiches und Partnerstadt von Leipzig, besuchte Wirtschafts- und Verkehrsminister Dulig am Dienstag das Eisenbahn-Kompetenzzentrum \u00bbBirmingham Centre for Railway Research und Innovation\u00ab. Der Bahntechniksektor im Freistaat Sachsen geh\u00f6rt mit 13.000 Besch\u00e4ftigten in 240 Unternehmen zu den Top-3-Zentren der Branche in Deutschland. Das s\u00e4chsische Cluster Rail.S m\u00f6chte die Reise nutzen, um die Kontakte zum Partner-Netzwerk Railway Industry Association auszubauen. Zudem wird die Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Birmingham intensiviert, wo Erfahrungen aus s\u00e4chsischen Projekten einflie\u00dfen. Im Beisein von Minister Dulig unterzeichneten die University of Birmingham und die Fakult\u00e4t Verkehrswissenschaften \u00bbFriedrich List\u00ab der TU Dresden eine Absichtserkl\u00e4rung (\u00bbMemorandum of Understanding\u00ab) f\u00fcr gemeinsame Forschungs- und Lehraktivit\u00e4ten sowie den Studenten- und Personalaustausch.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Innovationszentrum \u00bbTyseley Energy Park\u00ab informierte sich Martin Dulig \u00fcber den Einsatz von Wasserstoffbussen. Birmingham betreibt seit 2021 eine Flotte von 20 dieser Fahrzeuge, welche im Tyseley Energy Park betankt werden. Die Anschaffung 124 weiterer, \u00f6ffentlich gef\u00f6rderter Wasserstoffbusse ist vorgesehen. Das Zentrum engagiert sich f\u00fcr die Bereitstellung von kohlenstoffarmen und kohlenstofffreien Energie-, Transport-, W\u00e4rme-, Abfall- und Recyclingl\u00f6sungen f\u00fcr ein gr\u00fcnes, sauberes und gesundes Birmingham. Unter Einbeziehung von Industrie, Wissenschaft und Kommunalverwaltung soll Tyseley Energy Park ein st\u00e4rkeres Engagement und mehr Besch\u00e4ftigung in kohlenstoffarmen Industrien erreichen, Innovationen anregen, neue Technologien demonstrieren und kommerziell tragf\u00e4hige Energiesysteml\u00f6sungen schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Minister Dulig stellte den britischen Gespr\u00e4chspartnern die Anfang 2022 beschlossene s\u00e4chsische Wasserstoffstrategie vor. \u00bbWasserstoff wird zum Energietr\u00e4ger der Zukunft. Hergestellt aus erneuerbaren Energien macht er Europas Energieversorgung unabh\u00e4ngig und klimaneutral. Der Einsatz von gr\u00fcnem Wasserstoff ist f\u00fcr Sachsen von gro\u00dfer Bedeutung, in der Mobilit\u00e4t der Zukunft ebenso wie f\u00fcr die Transformation unserer Industrie. Der Freistaat besitzt schon eine nahezu vollst\u00e4ndige Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Wasserstofftechnologien. Mit dem neuen Hydrogen and Mobility Innovation Center HIC in Chemnitz verf\u00fcgt Sachsen k\u00fcnftig auch \u00fcber ein nationales Technologiezentrum, dass das gesamte Spektrum von der Brennstoffzelle bis zu den Fahrzeugen abdeckt \u2013 mit einem Fokus auf den Bereich der Schiene. Wir haben also beste Voraussetzungen, um die Zusammenarbeit zwischen Gro\u00dfbritannien und Sachsen bei Wasserstofftechnologien zu vertiefen\u00ab, so Dulig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"745\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-1024x745.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-118\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-1024x745.jpg 1024w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-768x559.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-1536x1118.jpg 1536w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220518-SMWA-Schottland_03-2048x1490.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig macht auf dem Weg nach Edinburgh einen Zwischenstopp an der Grenze von England zu Schottland. (Bild: SMWA\/Kristin Schmidt)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbSachsen und Schottland k\u00f6nnen nicht nur beim Energiewandel und bei Wasserstoff gemeinsam punkten\u00ab Tag 3 und 4 der Gro\u00dfbritannien-Reise des s\u00e4chsischen Wirtschaftsministers: Pr\u00e4sentation der Brennstoffzellen-Kompetenz in Loughborough, Netzwerken in der schottischen Hauptstadt Edinburgh<\/p>\n<cite>Martin Dulig, S\u00e4chsischer Wirtschaftsminister<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Vor der Weiterreise von England nach Schottland informierte sich Wirtschaftsminister Martin Dulig bei \u00bbIntelligent Energy\u00ab (IE) \u00fcber den Einsatz von Brennstoffzellenprodukten mit Protonenaustauschmembran (PEM). IE ist auf diesem Gebiet weltweit f\u00fchrend. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im industriellen Zentrum Loughborough (Grafschaft Leicestershire) und verf\u00fcgt \u00fcber weitere Niederlassungen und Vertretungen in den USA, Japan, Korea und China. S\u00e4chsischer Partner von Intelligent Energy ist der Automobilzulieferer FES in Zwickau.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftsminister Dulig: \u00bbBrennstoffzellen sind eine Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr die station\u00e4re und mobile Energieversorgung der Zukunft. Sie werden in zahlreichen Anwendungen eingesetzt, in denen sauberer, hocheffizienter und kosteng\u00fcnstiger Strom erforderlich ist. Durch die Nutzung von gr\u00fcnem Wasserstoff zur station\u00e4ren Stromerzeugung leistet die Brennstoffzellentechnik einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Hier werden hochmoderne Zellen erforscht, welche bereits erfolgreich in Autos, Lkw oder auch Drohnen eingesetzt werden. Zurzeit forscht man an Zellen, welche auch Flugzeuge antreiben k\u00f6nnen. Es ist wirklich eindrucksvoll, mit wie vielen Ideen und Enthusiasmus hier geforscht und entwickelt wird.\u00ab&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dulig warb bei Intelligent Energy um eine Firmenansiedlung in Sachsen: \u00bbWir wissen, dass ein neuer Standort in Deutschland gesucht wird. Auch deswegen sind wir heute hier. Denn Sachsen hat den Briten viel zu bieten! Die Wasserstoffwirtschaft besitzt auch bei uns ein hohes Kompensationspotenzial gerade f\u00fcr die Industrien, welche vom Strukturwandel betroffen sind. Sachsen ist hier stark aufgestellt und bildet schon nahezu die vollst\u00e4ndige Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Wasserstofftechnologien ab. Das reicht von der Forschung und Entwicklung bis zur Produktion von Anlagen zur Wasserstoffherstellung. Der Freistaat Sachsen bietet Intelligent Energy also optimale Voraussetzungen, seine innovativen Produkte auch hier zu entwickeln und herzustellen.\u00ab Dulig lud das Unternehmen zu einem weiteren Austausch nach Sachsen und zur Chemnitzer Brennstoffzellenkonferenz \u00bbFC\u00b3 Fuel Cell Conference\u00ab in der kommenden Woche (31. Mai bis 1. Juni 2022) ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige Tag stand im Zeichen der s\u00e4chsisch-schottischen Zusammenarbeit nach dem Brexit \u2013 etwa bei Gespr\u00e4chen der s\u00e4chsischen und schottischen Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaften.&nbsp;<br>In der schottischen Hauptstadt Edinburgh traf sich Martin Dulig mit Kate Forbes, Ministerin f\u00fcr Wirtschaft und Finanzen, sowie Vertretern der Wirtschaftsf\u00f6rdergesellschaft Scottish Development International und der Kammern (Scottish Chambers). Dulig: \u00bbEs war ein sehr spannendes Gespr\u00e4ch. Schottland und Sachsen stehen vor der gleichen Herausforderung, wir m\u00fcssen unsere Industrie fit machen f\u00fcr die Zukunft. Wir setzen beide auf Wasserstoff und regenerative Energien. Schottland verf\u00fcgt \u00fcber viel Wind und damit Windenergie, welche sie einsetzen wollen, um gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen. Dieser soll auch exportiert werden. Da gibt es unglaublich viele M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit.\u00ab Konkret sollen diese im Anschluss der Reise ausgelotet werden. Kate Forbes: \u00bbWir sind sehr an technischer Zusammenarbeit und Expertise interessiert, haben aber auch eigene Forschungsergebnisse und Technologien anzubieten. Gemeinsam, durch Zusammenarbeit, k\u00f6nnen wir es schaffen, die Klimaziele bis 2050 zu erf\u00fcllen und unsere L\u00e4nder voran zu bringen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich spielt in Schottland das Thema Fu\u00dfball eine gro\u00dfe Rolle. Das 5:4 von Eintracht Frankfurt gegen den Rangers FC sah Minister Dulig in einem Pub in Edinburgh: \u00bbEs war eine tolle Stimmung, die Schotten haben uns sofort ins Herz geschlossen, mit uns gelacht und gefeiert.\u00ab Generell ist das Miteinander und die Offenheit eine starke Eigenschaft der Schotten: Sie votierten gegen den Austritt des UK aus der Europ\u00e4ischen Union, wollen die Kernkraft abschaffen und auch die Atomflotte des Milit\u00e4rs. Doch bekanntlich unterlag die schottische Mehrheit bei der Abstimmung im UK. Daher versucht die schottische Regierung nun, die Kontakte nach Europa eng zu kn\u00fcpfen und bestehende Beziehungen zu st\u00e4rken. \u00bbDiese proeurop\u00e4ische Einstellung Schottlands bietet zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte\u00ab, so Martin Dulig. \u00bbEine gro\u00dfe Schnittmenge sehe ich etwa bei den Branchen Life Sciences, Wasserstoff, Kultur- und Kreativwirtschaft und Hightech. Unsere beiden L\u00e4nder besitzen Transformationserfahrung und wissen, wie man mit Standhaftigkeit, Mut, Ideen und erstklassigen Kompetenzen in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchzeiten Neues wagt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In Edinburgh informierte sich der s\u00e4chsische Wirtschaftsminister auch \u00fcber die Arbeit von \u00bbCodeBase\u00ab, des gr\u00f6\u00dften britischen Inkubators f\u00fcr Technologieunternehmen. Inkubatoren sind Einrichtungen bzw. Institutionen, welche Existenzgr\u00fcnder im Rahmen der Unternehmensgr\u00fcndung unterst\u00fctzen. CodeBase konzentriert sich auf Technologie-Start-ups und deren Wachstum und hat bisher \u00fcber 500 Existenzgr\u00fcndungen unterst\u00fctzt. Das 2014 er\u00f6ffnete Unternehmen hat auch Hubs in Aberdeen und Stirling. Seit 2019 bietet CodeBase das \u00bbCreative Bridge\u00ab-Programm an, das darauf abzielt, Akteure der Kreativwirtschaft in Edinburgh bei der Entwicklung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch kulturell kam die Sachsen-Delegation auf ihre Kosten: Auf der Fahrt vom knapp 500 Kilometer entfernten Birmingham nach Edinburgh hielt die Delegation am im 14. Jahrhundert gebauten Alnwick Castle. Die historische Schlossanlage diente in den vergangenen Jahren vor allem als Filmkulisse f\u00fcr Blockbuster wie Transformers, Robin Hood oder Downton Abbey. Bei Phantasiefans wurde die privat verwaltete Anlage vor allem durch die Harry-Potter-Verfilmungen bekannt. Martin Dulig: \u00bbHier in Hogwarts zu stehen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin mit den B\u00fcchern \u00fcber meine Kinder in Ber\u00fchrung gekommen, die damit aufgewachsen sind und nat\u00fcrlich ein riesiger Fan des Hauses Gryffindor.\u00ab Auch die Delegation lie\u00df sich die Gelegenheit nicht entgehen und kaufte im Souvenirshop kr\u00e4ftig ein: Niffler, Slytherin-Pullover und nat\u00fcrlich Besen der Marke \u00bbNimbus 2000\u00ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Freitag endet die Gro\u00dfbritannien-Reise von Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig. Der Minister und die s\u00e4chsische Delegation werden von Edinburgh \u00fcber Frankfurt nach Sachsen zur\u00fcckreisen und am Abend am Flughafen Dresden International eintreffen. Dulig bilanzierend: \u00bbEs hat sich wieder einmal gezeigt, besonders nach der Covid-Pandemie, wie wichtig die Zusammenarbeit mit anderen L\u00e4ndern ist. Gro\u00dfbritannien und Sachsen bewegen die gleichen Themen, wir forschen und arbeiten an den gleichen Herausforderungen, wir haben viele identische, au\u00dfenpolitische Ansichten \u2013 auch wenn das K\u00f6nigreich leider nicht mehr in der EU ist. Gerade beim Thema Wasserstoff sprechen wir nicht \u00fcber kleine Versuchsfelder, sondern \u00fcber gro\u00dfe, internationale Ma\u00dfst\u00e4be, die wir nur gemeinsam bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Es ist daher immer richtig und wichtig sich auf Augenh\u00f6he zu begegnen, zu verstehen und voneinander zu lernen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Dulig besucht vom 15. bis 20. Mai Gro\u00dfbritannien. Die vom s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium (SMWA) und der Wirtschaftsf\u00f6rderung Sachsen GmbH (WFS) organisierte Delegationsreise soll dazu beitragen, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Sachsen und dem Vereinigten K\u00f6nigreich nach dem britischen EU-Austritt (\u00bbBrexit) fortzusetzen und zu vertiefen. Minister Dulig wird von einer rund 25-k\u00f6pfigen Delegation begleitet, die sich u.a. aus Vertretern von Clustern, Hochschulen und Kammern zusammensetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Brexit: \u00bbInteresse an Kooperationen und Zusammenarbeit mit Gro\u00dfbritannien ist enorm.\u00ab Auslandsreise von Wirtschaftsminister Martin Dulig startet mit Terminen in London und Birmingham | Kernthemen: Europ\u00e4ische Zusammenarbeit, Life Sciences, Wasserstoff<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":99,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-98","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auslandreisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1920,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98\/revisions\/1920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}