{"id":9086,"date":"2026-10-07T10:23:40","date_gmt":"2026-10-07T08:23:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=9086"},"modified":"2026-10-07T10:23:40","modified_gmt":"2026-10-07T08:23:40","slug":"waermewende-in-sachsen-erste-millionenfoerderungen-bringen-projekte-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2026\/10\/07\/waermewende-in-sachsen-erste-millionenfoerderungen-bringen-projekte-voran\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmewende in Sachsen: Erste Millionenf\u00f6rderungen bringen Projekte voran"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem F\u00f6rderaufruf \u00bbJTF \u2013 Zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung\u00ab unterst\u00fctzt Sachsen Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger beim Umstieg auf regenarative W\u00e4rme. Sechs gr\u00f6\u00dfere Vorhaben sind bereits bewilligt \u2013 darunter Projekte in Wei\u00dfwasser, Hoyerswerda, Niesky, Radeberg und Olbersdorf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Kommunale W\u00e4rmeplanung schafft Orientierung. Sie zeigt, wie die W\u00e4rmeversorgung vor Ort k\u00fcnftig klimafreundlich, effizient und m\u00f6glichst unabh\u00e4ngig von fossilen Energietr\u00e4gern gestaltet werden kann. Damit aus diesen Pl\u00e4nen konkrete Infrastruktur wird, braucht es jedoch Investitionen: in W\u00e4rmepumpen, W\u00e4rmenetze, Speicher und erneuerbare Stromerzeugung.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau hier setzt die F\u00f6rderung des S\u00e4chsischen Staatsministeriums f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) an. Mit Mitteln aus dem Just Transition Fund (JTF) der EU und aus Landesmitteln werden im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier sowie in Chemnitz Projekte f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige W\u00e4rmeversorgung unterst\u00fctzt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sechs Projekte, mehr als 47 Millionen Euro<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Bewilligungen zeigen, wie unterschiedlich die L\u00f6sungen vor Ort sein k\u00f6nnen. Gef\u00f6rdert werden Projekte, die erneuerbare Energien nutzen, fossile Brennstoffe ersetzen und die W\u00e4rmeversorgung unabh\u00e4ngiger machen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Projekt<\/strong><\/td><td><strong>Gef\u00f6rderte Ma\u00dfnahme<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Stadtwerke Wei\u00dfwasser<\/td><td>12,8 Mio. Euro f\u00fcr 10-Megawatt-Luftw\u00e4rmepumpe mit Pufferspeicher sowie Photovoltaik- und Batteriespeicher zur Eigenstromversorgung<\/td><\/tr><tr><td>Versorgungsbetriebe Hoyerswerda<\/td><td>16,4 Mio. Euro f\u00fcr Energiezentrale mit Solarthermie und W\u00e4rmepumpen<\/td><\/tr><tr><td>Stadtwerke Niesky<\/td><td>6,4 Mio. Euro f\u00fcr Biomasse-Heizzentrale Niesky Zentrum<\/td><\/tr><tr><td>W\u00e4rmeversorgung Radeberg GmbH<\/td><td>9,7 Mio. Euro f\u00fcr schrittweise Umstellung auf regenerative Energietr\u00e4ger mit W\u00e4rmepumpenmodulen, thermischem Wasserspeicher und Photovoltaik<\/td><\/tr><tr><td>W\u00e4rmeversorgungsgesellschaft Olbersdorf<\/td><td>1,6 Mio. Euro f\u00fcr Kombination aus W\u00e4rmepumpenkaskade, Biomasseheizanlage, Photovoltaik und Speichern<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Damit flie\u00dfen bereits mehr als 47 Millionen Euro in konkrete Vorhaben. Sie entstehen vor allem in Regionen, in denen der Strukturwandel neue Perspektiven verlangt. Moderne Energieinfrastruktur kann dabei ein wichtiger Teil dieser Perspektive sein: Sie st\u00e4rkt Stadtwerke und regionale Unternehmen, schafft Auftr\u00e4ge f\u00fcr Planung, Bau und Handwerk und h\u00e4lt Wertsch\u00f6pfung vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Erfolg der W\u00e4rmewende entscheidet sich nicht am Schreibtisch in Beh\u00f6rden, sondern vor Ort bei den Menschen. Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger brauchen daf\u00fcr nicht nur gute Konzepte, sondern auch verl\u00e4ssliche Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung. Mit den ersten Bewilligungen zeigen wir: Sachsen stellt die notwendigen Mittel bereit und bringt konkrete Projekte auf den Weg.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Von der Planung in die Umsetzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Sachsen hat bereits rund die H\u00e4lfte der Kommunen mit der Erstellung eines W\u00e4rmeplans begonnen oder diesen abgeschlossen. Ein W\u00e4rmeplan erfasst unter anderem den W\u00e4rmebedarf, bestehende Netze und erneuerbare Potenziale. Er kann zeigen, wo sich W\u00e4rmenetze, Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen, Solarthermie, Abw\u00e4rme oder W\u00e4rmespeicher anbieten \u2013 und in welchen Gebieten dezentrale L\u00f6sungen f\u00fcr einzelne Geb\u00e4ude sinnvoller sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Unternehmen und Energieversorger schafft die Planung damit eine wichtige Grundlage. Sie hilft Hauseigent\u00fcmerinnen und Hauseigent\u00fcmern bei k\u00fcnftigen Investitionsentscheidungen, unterst\u00fctzt die Netzplanung und gibt Kommunen eine belastbare Orientierung f\u00fcr den Ausbau ihrer Infrastruktur. Die F\u00f6rderung kn\u00fcpft an diese Planung an. Sie macht aus dem \u00bbWie k\u00f6nnte die W\u00e4rmeversorgung k\u00fcnftig aussehen?\u00ab ein \u00bbWas k\u00f6nnen wir jetzt konkret umsetzen?\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimaschutz und regionale Wertsch\u00f6pfung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die W\u00e4rmewende ist nicht nur eine klimapolitische Aufgabe. Sie ist auch ein Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekt. In Sachsen werden derzeit rund 95 Prozent der W\u00e4rmenachfrage durch fossile Energietr\u00e4ger gedeckt. 68 Prozent entfallen auf Gas, 25 Prozent auf Braunkohle und 1,5 Prozent auf Heiz\u00f6l. Nur rund 5,5 Prozent stammen aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig sind in Sachsen bereits rund 29 Prozent der Haushalte an ein Fernw\u00e4rmenetz angeschlossen \u2013 damit liegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich im vorderen Bereich. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ausgangslage bietet Chancen. Wo bereits W\u00e4rmenetze bestehen, k\u00f6nnen erneuerbare W\u00e4rmequellen Schritt f\u00fcr Schritt integriert werden. Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen, Solarthermie, Biomasse, Speicher und erneuerbar erzeugter Strom k\u00f6nnen dabei zusammenspielen. So entsteht eine W\u00e4rmeversorgung, die weniger von fossilen Energieimporten und den Preisschwankungen auf den Weltm\u00e4rkten abh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00e4rmeplanung als Grundlage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die kommunale W\u00e4rmeplanung ist kein Selbstzweck. Sie soll helfen, f\u00fcr jedes Gebiet die passende L\u00f6sung zu finden. Gro\u00dfst\u00e4dte mit mehr als 100.000 Einwohnern sollten ihre W\u00e4rmeplanung bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. F\u00fcr alle \u00fcbrigen Kommunen gilt eine Frist bis zum 30. Juni 2028.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleinere Kommunen k\u00f6nnen ihre Kr\u00e4fte b\u00fcndeln \u2013 etwa durch interkommunale Zusammenarbeit. Das ist besonders dort sinnvoll, wo personelle oder finanzielle Ressourcen begrenzt sind. Die s\u00e4chsische W\u00e4rmeplanungsverordnung schafft daf\u00fcr den rechtlichen Rahmen und gibt den Kommunen Orientierung. Der #ZUKUNFTblog hat bereits dar\u00fcber berichtet, wie W\u00e4rmeplanung in Sachsen rechtlich verankert ist und warum sie f\u00fcr eine klimaneutrale W\u00e4rmeversorgung entscheidend ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den ersten Bewilligungen folgt nun der n\u00e4chste Schritt: Die W\u00e4rmeplanung wird umgesetzt \u2013 in Anlagen, Netzen und Speichern, die vor Ort Wirkung entfalten. Die gef\u00f6rderten Projekte zeigen dabei: Die W\u00e4rmewende hat nicht nur ein Ziel, sondern viele Wege. Entscheidend ist, dass Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger ihre L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnen und daf\u00fcr verl\u00e4ssliche Unterst\u00fctzung erhalten. Genau diese Verbindung von Planung, F\u00f6rderung und Umsetzung bringt Sachsen bei der W\u00e4rmewende voran.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr zur F\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der F\u00f6rderaufruf \u00bbJTF \u2013 Zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung\u00ab unterst\u00fctzt unter anderem Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen, W\u00e4rmespeicher, die Nutzung erneuerbarer Abw\u00e4rme sowie erneuerbare Stromerzeugung f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung. Der Aufruf ist Teil der F\u00f6rderrichtlinie Energie und Klima\/2023. Antr\u00e4ge k\u00f6nnen elektronisch \u00fcber das F\u00f6rderportal der S\u00e4chsischen Aufbaubank (SAB) unter Modul 5 der F\u00f6rderrichtlinie Energie und Klima \/ 2023 eingereicht werden. <strong>Die Frist f\u00fcr die Einreichung der vollst\u00e4ndigen Antragsunterlagen endet am 04. November 2026.<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.sab.sachsen.de\/f%C3%B6rderrichtlinie-energie-und-klima\/20231\">https:\/\/www.sab.sachsen.de\/f%C3%B6rderrichtlinie-energie-und-klima\/20231<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem F\u00f6rderaufruf \u00bbJTF \u2013 Zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung\u00ab unterst\u00fctzt Sachsen Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger beim Umstieg auf regenarative W\u00e4rme. 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