{"id":7443,"date":"2025-10-30T08:01:05","date_gmt":"2025-10-30T07:01:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=7443"},"modified":"2025-10-30T08:07:51","modified_gmt":"2025-10-30T07:07:51","slug":"altpapiereinsatz-von-85-prozent-sachsens-papierindustrie-setzt-auf-kreislaufwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2025\/10\/30\/altpapiereinsatz-von-85-prozent-sachsens-papierindustrie-setzt-auf-kreislaufwirtschaft\/","title":{"rendered":"Altpapiereinsatz von 85 Prozent: Sachsens Papierindustrie setzt auf Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Sachsen besitzt eine lange Tradition in der Papierherstellung und z\u00e4hlt bis heute zu den wichtigen Standorten f\u00fcr die deutsche Papierindustrie. Um gemeinsam \u00fcber die Zukunft dieses Wirtschaftszweigs in Sachsen zu beraten, trafen sich am 29. Oktober Vertreter der Branche zum Tag der s\u00e4chsischen Papierindustrie in Dresden. Die Diskussion begleitete auch der neue s\u00e4chsische Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Sebastian Scheel.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Papier ist trotz Digitalisierung nicht wegzudenken \u2013 ob als Geschenkpapier zu Feierlichkeiten, als Verpackung im Supermarkt oder als hochwertiges Spezialprodukt f\u00fcr die Industrie. Was im Alltag selbstverst\u00e4ndlich wirkt, ist Ergebnis einer traditionsreichen und zugleich hochinnovativen Branche. Hinter jedem Blatt steckt eine komplexe Wertsch\u00f6pfungskette von der Faseraufbereitung \u00fcber die Blattbildung in der Papiermaschine bis hin zum Recyclingprozess.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"430\" height=\"430\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1-430x430.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7445\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1-430x430.jpg 430w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1-1280x1280.jpg 1280w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1-220x220.jpg 220w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761745018947-1.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u00bbDie s\u00e4chsische Papierindustrie vereint Tradition mit Zukunft und tr\u00e4gt erfolgreich durch Kreislaufwirtschaft zur Ressourcenschonung bei. Durch den Einsatz innovativer Produktionstechnologien bietet sie dar\u00fcber hinaus anspruchsvolle und vielseitige Arbeitspl\u00e4tze\u00ab,&nbsp;<strong>erkl\u00e4rte Staatssekret\u00e4r Sebastian Scheel<\/strong>. \u00bbDamit das so bleibt, ist die Branche vor allem auf verl\u00e4ssliche und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen und wettbewerbsf\u00e4hige Energiekosten angewiesen. Unternehmen brauchen langfristige Planungssicherheit \u2013 nur dann ist der Wirtschaftsstandort Deutschland weiter attraktiv. Diese Voraussetzungen sind derzeit leider nicht im erforderlichen Ma\u00df gegeben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben des Verbands Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken e. V. (VNOP) profitierten Anfang 2025 die s\u00e4chsischen Papierfabriken entgegen dem bundesweiten Trend von einer Aufw\u00e4rtsentwicklung der Papierproduktion. Diese Entwicklung setzte sich jedoch im weiteren Jahresverlauf nicht fort. Der Verband geht dennoch davon aus, dass die s\u00e4chsischen Papierfabriken im Jahr 2025 die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmensvertreter verdeutlichten im Gespr\u00e4ch, dass hohe Energiekosten, steigende Materialkosten sowie zunehmende Berichtsauflagen und wachsende B\u00fcrokratie die Wettbewerbsf\u00e4higkeit belasten. Zudem gehe die schlechte konjunkturelle Wirtschaftslage auch an Sachsens Papierfabriken nicht spurlos vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heiko Zien, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Heidenauer Gesch\u00e4ftsstelle des VNOP, betonte<\/strong>: \u00bbDie s\u00e4chsische Papierindustrie ist ein hochspezialisierter und innovativer Industriezweig mit einem breiten Spektrum an technischen und Spezial-Papieren. Mit rund 2.800 Besch\u00e4ftigten ist unsere Branche ein bedeutender regionaler Arbeitgeber im Freistaat Sachsen. Durch einen Altpapiereinsatz von etwa 85 Prozent leistet die Branche einen gro\u00dfen Beitrag zu nachhaltiger Wertsch\u00f6pfung und einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Damit steht die s\u00e4chsische Papierindustrie f\u00fcr verantwortungsbewusste Produktion und f\u00fcr Ressourceneffizienz \u2013 sie ist Teil der L\u00f6sung, nicht des Problems.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Papierindustrie in Sachsen \u2013 Zahlen und Fakten<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"354\" height=\"430\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-354x430.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7447\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-354x430.jpg 354w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-1053x1280.jpg 1053w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-768x934.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-1263x1536.jpg 1263w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251029_140934-1684x2048.jpg 1684w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Teilnehmer des Branchengespr\u00e4chs, darunter Staatssekret\u00e4r Sebastian Scheel (vordere Reihe Mitte). | Bildrechte: VNOP<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Einschlie\u00dflich der Besch\u00e4ftigten in den s\u00e4chsischen Papierfabriken arbeiteten 2024 in Sachsen ca. 6.700 Menschen in der Papierwertsch\u00f6pfungskette. Insgesamt 57 Unternehmen (mit mehr als 20 Mitarbeitern) erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 1,65 Milliarden Euro. Das entspricht ca. zwei Prozent des Gesamtumsatzes des s\u00e4chsischen Verarbeitenden Gewerbes.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Sachsen ist Papiertechnologie mehr als reine Produktion. Sachsen gilt in der Branche als wichtiger Standort f\u00fcr Forschung, Entwicklung und Innovation. Die deutsche Papierindustrie profitiert von den Kompetenzen an der Technischen Universit\u00e4t Dresden und der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau. Innovationsprojekte zu energieeffizienten Herstellungsprozessen, Recyclingmethoden oder neuen Faserstoffen st\u00e4rken die Branche \u00fcber Sachsens Landesgrenzen hinaus. Papiertechnologen von morgen k\u00f6nnen in ihrer akademischen Ausbildung an der TU Dresden k\u00fcnftige Innovationen mitgestalten. Damit ist Sachsen bundesweit einer von nur noch drei Standorten, die die papiertechnologische Lehre an Universit\u00e4ten erm\u00f6glicht. Der Bundesverband \u00bbDie Papierindustrie\u00ab hat das s\u00e4chsische Potenzial erkannt und richtet an der TU Dresden eine Stiftungsprofessur ein, um Materialkreisl\u00e4ufe und Recycling im Verpackungssektor weiterzuentwickeln. Diese enge Verzahnung von Industrie und Wissenschaft macht Sachsen zu einem Innovationstreiber im nationalen und internationalen Vergleich.<\/p>\n\n\n\n<p>Symbolfoto oben &#8211; Bildrechte: Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachsen besitzt eine lange Tradition in der Papierherstellung und z\u00e4hlt bis heute zu den wichtigen Standorten f\u00fcr die deutsche Papierindustrie. Um gemeinsam \u00fcber die Zukunft dieses Wirtschaftszweigs in Sachsen zu beraten, trafen sich am 29. Oktober Vertreter der Branche zum Tag der s\u00e4chsischen Papierindustrie in Dresden. 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