{"id":7308,"date":"2025-10-06T12:39:29","date_gmt":"2025-10-06T10:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=7308"},"modified":"2025-10-06T12:43:09","modified_gmt":"2025-10-06T10:43:09","slug":"das-h-in-chemnitz-wasserstoffzentrum-hic-nimmt-seine-arbeit-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2025\/10\/06\/das-h-in-chemnitz-wasserstoffzentrum-hic-nimmt-seine-arbeit-auf\/","title":{"rendered":"Das H in Chemnitz: Wasserstoffzentrum HIC nimmt seine Arbeit auf"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Hydrogen Innovation Center (HIC) in Chemnitz \u00fcbernimmt eine zentrale Rolle im industriellen Strukturwandel Sachsens. Denn der Freistaat steht mit seiner starken Automobil- und Zulieferindustrie exemplarisch f\u00fcr die Herausforderung, traditionelle Branchen in die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft zu \u00fcberf\u00fchren. Als Leuchtturmprojekt zeigt das HIC, wie dieser Wandel erfolgreich gestaltet werden kann \u2013 mit nationaler und europ\u00e4ischer Ausstrahlung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mit einem offiziellen Kick-off im Beisein von Sachsens Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Thomas Kralinski hat das <a href=\"https:\/\/hzwo.eu\/hic\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hydrogen Innovation Center (HIC)<\/a> in Chemnitz seine Arbeit Ende September aufgenommen. Das vom Bund und Freistaat Sachsen mit 84,4 Millionen Euro gef\u00f6rderte Zentrum schafft einen klaren Transformationspfad f\u00fcr die Industrie. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Startups, die im HIC gezielt unterst\u00fctzt werden, neue Gesch\u00e4ftsfelder im Bereich Wasserstofftechnologien zu erschlie\u00dfen. Damit leistet das HIC einen zentralen Beitrag zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Industriestandorts Deutschland und zur wirtschaftlichen Transformation in Sachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Getragen wird das Zentrum vom Technologiecluster <a href=\"https:\/\/hzwo.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HZwo e.V.<\/a>, das seit 2017 die Entwicklung einer s\u00e4chsischen Wasserstoffwirtschaft vorantreibt. Mit mehr als 160 Partnern aus Industrie und Forschung b\u00fcndelt HZwo die Kr\u00e4fte von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie der TU Chemnitz und mehreren Fraunhofer-Instituten schafft die Basis f\u00fcr ein starkes Innovations\u00f6kosystem. Ein besonderer Meilenstein ist dabei der neue Masterstudiengang \u00bbWasserstofftechnologien\u00ab an der TU Chemnitz, der ab dem Wintersemester 2025\/26 startet und gezielt Fachkr\u00e4fte f\u00fcr die wachsende Wasserstoffwirtschaft ausbildet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Strukturwandel wird mitgestaltet und Mittelstand gef\u00f6rdert<\/h2>\n\n\n\n<p>Deutschland steht vor der gr\u00f6\u00dften industriellen Transformation seiner j\u00fcngeren Geschichte. Insbesondere die Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbauer mit ihren zahlreichen mittelst\u00e4ndischen Unternehmen m\u00fcssen den \u00dcbergang in eine postfossile Wirtschaft meistern. Wasserstoff spielt dabei eine Schl\u00fcsselrolle \u2013 nicht nur im Verkehr, sondern auch in der Energieversorgung und in industriellen Prozessen. Sachsen mit seinen \u00fcber 700 Automobilzulieferern, Maschinen- und Anlagenbauunternehmen ist eine der bedeutendsten Clusterregionen in Deutschland. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"854\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-1280x854.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7315\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-430x287.jpg 430w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-09-22_HIC_Kickoff_1-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Von links nach rechts: Karl L\u00f6tsch (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer HIC gGmbH), Michael Kretschmer (Ministerpr\u00e4sident des Freistaates Sachsen), Prof. Dr. Thomas von Unwerth (Vorstandsvorsitzender HZwo e.V. | TU Chemnitz), Thomas Kralinski (Staatssekret\u00e4r im S\u00e4chsischen Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz), Bettina Lauer (Leiterin Bereich Innovative und klimafreundliche Mobilit\u00e4t im Bundesministerium f\u00fcr Verkehr), Sven Schulze (Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Chemnitz). | Bildquellen: HZwo e.V. | HIC gGmbH<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das HIC in Chemnitz fungiert als Katalysator dieser Transformation und unterst\u00fctzt die Unternehmen, neue Wertsch\u00f6pfungsfelder zu erschlie\u00dfen. Die Fokussierung des HIC auf kleine und mittlere Unternehmen adressiert eine zentrale Herausforderung der deutschen Wirtschaftsstruktur: KMU bilden das R\u00fcckgrat der deutschen Wirtschaft, verf\u00fcgen aber oft nicht \u00fcber die Ressourcen f\u00fcr eigenst\u00e4ndige Wasserstoffforschung und -entwicklung. Das HIC schlie\u00dft diese L\u00fccke durch erstmals mietbare Wasserstofflabore und Testst\u00e4nde sowie Entwicklungsleistungen, die auch f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Forschungsinfrastruktur zug\u00e4nglich sind. Ein innovativer Ansatz, der den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft erleichtern soll. Zudem bietet die Einrichtung Startups aus dem Bereich Wasserstofftechnologien attraktive Ansiedlungsbedingungen und f\u00f6rdert so die Schaffung neuer Arbeitspl\u00e4tze in der Region.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Forschungs- und Transferzentrum HIC hat seine Arbeit im Jahr 2025 aufgenommen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das HIC in Chemnitz ist einer von vier strategischen Standorten im nationalen Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) Wasserstoff, die gemeinsam bis zu 290 Millionen Euro Bundesf\u00f6rderung erhalten. In Chemnitz entsteht auf dem 37.000 Quadratmeter gro\u00dfen Technologie-Campus eine europaweit einzigartige Entwicklungs- und Testumgebung f\u00fcr Wasserstofftechnologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem HIC Forschungs- und Transferzentrum arbeitet ein zentraler Bestandteil des HIC bereits seit M\u00e4rz 2025 aktiv als technologischer Dienstleister und vereint Services, die von Unternehmen unmittelbar genutzt werden k\u00f6nnen. Die Kernaufgabe liegt in der Entwicklung und im Aufbau von digitalen Zwillingen von Stacks und Systemen sowie einer virtuellen Testumgebung, die Kunden als unabh\u00e4ngige Entwicklungsplattformen einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Leistungsangebot umfasst Entwicklung, Simulation und Spezifikationen von Stacks, Systemen und Komponenten sowie Prozessanalysen Machbarkeits-, Marktstudien und Patentrecherchen f\u00fcr Wasserstofftechnologien. Damit steht Unternehmen bereits heute eine praxisnahe Plattform f\u00fcr den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft zur Verf\u00fcgung \u2013 ein klarer Mehrwert vor allem f\u00fcr KMU, die schnell auf Forschungs- und Entwicklungs-Ressourcen zugreifen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stimmen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder<\/strong>: \u00bbWasserstoff und erneuerbare Kraftstoffe werden \u2013 neben der Elektromobilit\u00e4t \u2013 eine tragende S\u00e4ule einer nachhaltigen Mobilit\u00e4t sein. Mit dem Start des Hydrogen Innovation Center in Chemnitz entsteht eines von vier Innovations- und Technologiezentren, die wir gezielt f\u00f6rdern. Damit beschleunigen wir den Wandel der Zulieferindustrie hin zu klimafreundlichen Antrieben. Besonders f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen er\u00f6ffnen sich hier hervorragende Chancen f\u00fcr Forschung, Entwicklung und Innovation. Das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr unterst\u00fctzt dies mit rund 70 Millionen Euro.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas Kralinski, Staatssekret\u00e4r im S\u00e4chsischen Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft,&nbsp;Arbeit, Energie und Klimaschutz<\/strong>: \u00bbDas HIC ist von nun an das H in Chemnitz! Mit dem Hydrogen Innovation Center entsteht im industriellen Herz Sachsens ein Technologiezentrum auf Weltniveau. Es bietet Unternehmen \u2013 vor allem dem Mittelstand \u2013 ideale Voraussetzungen, um neue Produkte zu entwickeln und zu kommerzialisieren. Damit schaffen wir die Grundlage daf\u00fcr, dass unsere Wirtschaft auch zuk\u00fcnftig weltweit Kunden mit innovativen und nachhaltigen Technologien begeistern kann.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sven Schulze, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Chemnitz:<\/strong> \u00bbMit dem Hydrogen Innovation Center entsteht auf dem Wasserstoff-Campus Chemnitz ein Zukunftsort mit rund 70.000 Quadratmetern Raum f\u00fcr Unternehmen und Forschung im Bereich Wasserstoff. Hier verbinden wir Lehre, Forschung, Entwicklung und industrielle Umsetzung bis hin zur Wertsch\u00f6pfung \u2013 und schaffen damit ein<br>Alleinstellungsmerkmal f\u00fcr Chemnitz. Besonders der geplante Elektrolyseur mit lokalem Wasserstoffnetz zeigt, wie eng Innovation und praktische Anwendung hier Hand in Hand gehen werden. Vielen Dank an alle Beteiligten, die dieses Projekt m\u00f6glich gemacht haben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl L\u00f6tsch, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer HIC gGmbH \u2013 Hydrogen Innovation Center:<\/strong> \u00bbMit dem HIC \u00f6ffnen wir ab heute dem Mittelstand die T\u00fcr zu neuen Wasserstoffm\u00e4rkten. Als erstes Zentrum in Deutschland, das konsequent auf die Bed\u00fcrfnisse von KMU ausgerichtet ist, bieten wir in Chemnitz eine europaweit einzigartige industrielle Entwicklungs- und Testumgebung. Unternehmen k\u00f6nnen bei uns Komponenten<br>entwickeln, integrieren, testen und bis zur Marktreife qualifizieren \u2013gest\u00fctzt von einem Netzwerk aus 160 Partnern aus Industrie und Forschung. Wir machen Hightech greifbar \u2013 mit industrienahen Services von der Komponentenentwicklung \u00fcber Systemintegration bis zur Qualifizierung. Ich lade insbesondere KMU und Startups ein, mit uns schon jetzt Projekte zu starten \u2013 vom ersten Machbarkeitscheck bis zur Serienreife.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Prof. Thomas von Unwerth, Vorstandsvorsitzender HZwo e. V., Technische Universit\u00e4t Chemnitz:<\/strong> \u00bbMit dem HIC leisten wir einen wichtigen Beitrag, die Wasserstoffwertsch\u00f6pfungskette in Deutschland voranzutreiben und damit bei Klimatechnologien k\u00fcnftig eine f\u00fchrende Rolle einzunehmen. Die Wasserstoffwirtschaft w\u00e4chst aber auch nur mit den richtigen Fachkr\u00e4ften. Deshalb schaffen wir in Chemnitz eine europaweit einzigartige Verbindung von Ausbildung, Forschung und Industrie \u2013 von der Meisterklasse bis zum Masterstudiengang. Unsere Ausbildungslabore und die enge Einbindung der TU Chemnitz stellen sicher, dass Theorie und Praxis Hand in Hand gehen. So sichern wir die Talente, die nicht nur den deutschen Mittelstand, sondern auch Europas Wasserstoffm\u00e4rkte von morgen gestalten werden. Und wir zeigen: Aus Deutschland heraus k\u00f6nnen wir im internationalen Wettbewerb ganz vorne mitspielen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hydrogen Innovation Center (HIC) in Chemnitz \u00fcbernimmt eine zentrale Rolle im industriellen Strukturwandel Sachsens. Denn der Freistaat steht mit seiner starken Automobil- und Zulieferindustrie exemplarisch f\u00fcr die Herausforderung, traditionelle Branchen in die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft zu \u00fcberf\u00fchren. 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