{"id":723,"date":"2022-10-04T14:29:09","date_gmt":"2022-10-04T14:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=723"},"modified":"2026-08-11T13:51:01","modified_gmt":"2026-08-11T11:51:01","slug":"professor-von-unwerth-und-minister-dulig-sind-sich-einig-kanada-und-sachsen-das-sind-zwei-auf-augenhoehe-beim-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2022\/10\/04\/professor-von-unwerth-und-minister-dulig-sind-sich-einig-kanada-und-sachsen-das-sind-zwei-auf-augenhoehe-beim-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Professor von Unwerth und Minister Dulig sind sich einig: Kanada und Sachsen \u2013 das sind zwei auf Augenh\u00f6he beim Wasserstoff!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Woche war die Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation von Minister Dulig in Kanada unterwegs: Von Montreal, \u00fcber Edmonton ging es nach Vancouver. Nun reisen die Sachsen wieder heim &#8211; was hat es gebracht? Dazu sprach #ZUKUNFTblog mit Wirtschaftsminister Martin Dulig und Sachsens \u00bbWasserstoff-Papst\u00ab Professor Thomas von Unwerth, Vorstandschef des Wasserstoffclusters HZwo e.V. und Leiter der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der Fakult\u00e4t Maschinenbau der TU Chemnitz.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Professor von Unwerth, die Reise nach Kanada ist beendet, wie ist ihr Res\u00fcmee?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten eine interessante und lehrreiche Delegationsreise. Wir haben gelernt, dass Kanada sehr gro\u00dfe Mengen an Wasserstoff produzieren kann, auch an gr\u00fcnem Wasserstoff \u2013 und ihn der Welt f\u00fcr ihren Bedarf zur Verf\u00fcgung stellen kann. Wir brauchen die ganze Bandbreite an Erzeugungsverfahren, um in dieser Technologie Fu\u00df fassen zu k\u00f6nnen \u2013 genau das passiert hier in Kanada. Das Land kann also ein guter Partner f\u00fcr uns sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was sagen Sie, Minister Dulig?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es war eine wirklich erfolgreiche Reise. Vor allem mit unseren Wasserstoffexperten. Sachsen hat eine Visitenkarte in Kanada abgegeben, die sich sehen lassen kann. Wir sind inzwischen auf der politischen und wirtschaftlichen Landkarte in Kanada verortet, als Standort, mit dem man bei den Themen Wasserstoff, Brennstoffzelle und Wasserwirtschaft zusammenarbeiten muss. Es ist f\u00fcr uns wichtig, dass wir diese Kooperationen weiter ausbauen, denn \u00fcberall auf der Welt arbeitet man gerade an diesen Themen. Umso wichtiger ist es, wenn L\u00e4nder, die \u00fcber einen gleichen Wertekanon verf\u00fcgen, dann auch zusammenarbeiten. Ich ziehe daher ein sehr positives Fazit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind wir denn auf Augenh\u00f6he oder sind die Kanadier weiter als wir, Herr von Unwerth?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Kanada setzt man vorrangig auf die Erzeugung von Wasserstoff. Gute Kooperationsm\u00f6glichkeiten ergeben sich, wenn wir als technologiegetriebenes Land unsere Produkte f\u00fcr Elektrolyseure, Brennstoffzellen und andere Anwendungsteile zur Verf\u00fcgung stellen. Kanada braucht diese Komponenten, um seine Wasserstofferzeugung voranzutreiben. Das kann eine gute Win-Win-Situation sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Professor, sind solche Reisen, von Wissenschaftlern, Unternehmen und Politikern heute noch sinnvoll?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sehr wichtig, dass die wissenschaftliche Seite, die Industrie, aber auch die Politik weiter solche Touren unternehmen. Die Wissenschaft bildet die Grundlage \u2013 wir brauchen Wissenschaft, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Zukunft aussehen kann. Das spielt beim Bereich Wasserstoff gerade eine entscheidende gro\u00dfe Rolle. Dann brauchen wir die Industrie, um letztendlich die Produkte zu generieren. Und wir brauchen die Politik, welche in Kooperation mit anderen L\u00e4ndern, mit Regulatoren und Gesetzgebung, diese Entwicklungen untermauert, damit wir auch in diese Richtungen gehen k\u00f6nnen. Oder auch mit F\u00f6rderprogrammen, da so ein neuer Markt auch sehr kapitalintensiv ist. Da ist so eine gemeinsame Reise sehr sinnvoll, um Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander zu entwickeln und die Ans\u00e4tze des jeweils anderen zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wollen Sie, Herr Dulig, auch noch einmal nach Kanada reisen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 2018 war ich mit einer Delegation hier in Kanada und haben erste Gespr\u00e4che zum Thema Wasserstoff gef\u00fchrt. Die zweite Reise war lange geplant, musste auf Grund von Corona verschoben werden. Generell ist mir wichtig, dass wir Kontinuit\u00e4t haben \u2013 deshalb wird es auch nicht die letzte Reise nach Kanada gewesen sein. Den Schwung, den wir jetzt beim Thema Wasserstoff aufgenommen haben, den m\u00fcssen wir nun nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr von Unwerth, sehen Sie es als Wissenschaftler auch so? Sollte sich Sachsen weiter in Kanada engagieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt sicherlich viele L\u00e4nder, mit denen man auch in Zukunft kooperieren sollte. Aber Kanada ist ein so gro\u00dfer Fl\u00e4chenstaat, mit so vielen Ressourcen f\u00fcr erneuerbare Energien. Allein was wir in Quebec gesehen haben, da kann ganz wunderbar gr\u00fcner Wasserstoff erzeugt werden. Deswegen ist Kanada f\u00fcr uns durchaus als Produzent f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff ein Partner, der zu bevorzugen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Dulig, Sie f\u00fchrten auch Gespr\u00e4che in den Themen Zuwanderung und Integration in den Arbeitsmarkt, welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren in Kanada, um uns zu informieren, wie Zuwanderungspolitik effektiv organisiert werden kann. Denn Sachsen braucht Zuwanderung. Wir sind ein demographisch sehr altes Bundesland, bis 2030 gehen 150.000 Menschen mehr in Ruhestand als junge Leute in den Arbeitsmarkt. Wir brauchen daher mehr Arbeits- und Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland. Wir haben uns informiert, wie das System hier in Kanada funktioniert, wie man es strukturell und kulturell aufstellt &#8211; damit man attraktiv f\u00fcr Menschen au\u00dferhalb des Landes ist. Wir haben viele wertvolle Aspekte, Ideen und Hinweise mitgenommen. Nicht alles kann man 1:1 \u00fcbertragen, aber wir haben vieles gelernt, was wichtig sein wird in den Debatten der kommenden Wochen und Monate.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Woche war die Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation von Minister Dulig in Kanada unterwegs: Von Montreal, \u00fcber Edmonton ging es nach Vancouver. Nun reisen die Sachsen wieder heim &#8211; was hat es gebracht? 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