{"id":6420,"date":"2025-03-13T13:43:36","date_gmt":"2025-03-13T12:43:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=6420"},"modified":"2025-03-13T13:43:45","modified_gmt":"2025-03-13T12:43:45","slug":"ministerpraesident-kretschmer-und-wirtschaftsminister-panter-treffen-sich-mit-automobilzulieferern-der-automobilregion-suedwestsachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2025\/03\/13\/ministerpraesident-kretschmer-und-wirtschaftsminister-panter-treffen-sich-mit-automobilzulieferern-der-automobilregion-suedwestsachsen\/","title":{"rendered":"Ministerpr\u00e4sident Kretschmer und Wirtschaftsminister Panter treffen sich mit Automobilzulieferern der Automobilregion S\u00fcdwestsachsen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die vom Volkswagen-Konzern angek\u00fcndigte Verlagerung von Produktionsauftr\u00e4gen weg von Zwickau an Standorte in Niedersachsen ist ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die s\u00e4chsische Wirtschaft. Sie sorgt im Freistaat auch deshalb weiter f\u00fcr Kritik und Unmut, weil von der Entscheidung ein Standort des Konzerns betroffen ist, der in der Vergangenheit besonders erfolgreich und effizient gewirtschaftet hat. Bleibt es bei den Pl\u00e4nen, verliert Zwickau-Mosel damit einen erheblichen Teil seiner Auslastung. Das wirkt sich unmittelbar auch auf die Zuliefererindustrie der traditionell tief im Automobilsektor verankerten Region S\u00fcdwestsachsen aus. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Dirk Panter haben sich deshalb heute mit Automobilzulieferern getroffen, um deren Einsch\u00e4tzungen zur Lage aus erster Hand zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Austausch fand beim Zulieferer Meleghy Automotive in Reinsdorf (Landkreis Zwickau) statt. An der vom Wirtschaftsministerium (SMWA) organisierten Dialogrunde nahmen insgesamt rund 30 Vertreter der Branche teil. Zum Teilnehmerkreis geh\u00f6rten insbesondere Zuliefererunternehmen sowie der S\u00e4chsische Strukturwandelmanager, das Zulieferernetzwerk AMZ, die Wirtschaftsf\u00f6rderung Sachsen und die Agentur f\u00fcr Arbeit Zwickau.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/DSC03811.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6422\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer<\/strong>&nbsp;sagte in Reinsdorf: \u00bbSachsen ist Industrieland. Der Automobilbau hat bei uns eine gro\u00dfe Tradition und eine enorme Bedeutung. Es ist ganz klar und wichtig, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Deshalb unterst\u00fctzt die Staatsregierung alle Bem\u00fchungen, den Wandel in dieser f\u00fcr unser Land und f\u00fcr den Freistaat wichtigen Branche erfolgreich zu gestalten. Deshalb habe ich immer wieder in Berlin und Br\u00fcssel f\u00fcr wichtige Weichenstellungen zur Unterst\u00fctzung der deutschen Autobranche geworben. Wir brauchen eine Fristverl\u00e4ngerung f\u00fcr die CO2-Flottengrenzwerte und wir brauchen auch mehr Technologieoffenheit bei den weiteren Entwicklungen. Davon profitieren letztlich auch die Automobilzulieferer. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die die Automobilbranche insgesamt st\u00e4rken. Daran arbeitet der Freistaat gemeinsam mit der Wirtschaft. Daf\u00fcr werden wir uns auch weiterhin einsetzen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wirtschaftsminister Dirk Panter<\/strong>&nbsp;zeigte sich nach dem Treffen insgesamt zuversichtlich, weist jedoch ausdr\u00fccklich auf die zus\u00e4tzliche Versch\u00e4rfung im Transformationsprozess hin: \u00bbIch bin beeindruckt, mit welchem Engagement die Industrie die multiplen Krisen der vergangenen Jahre erfolgreich bew\u00e4ltigt hat. Doch die VW-Entscheidung stellt nun eine v\u00f6llig neue Herausforderung dar, da einige der Zuliefererunternehmen unmittelbar an den Produktionstakt des gro\u00dfen Automobilwerks in Zwickau-Mosel gebunden sind. Hier bedarf es individueller L\u00f6sungen und Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen, damit auch k\u00fcnftig industrielle Wertsch\u00f6pfung in der Region stattfindet. Ich bin froh, gleich zu Beginn unserer Legislaturperiode gemeinsam mit dem Ministerpr\u00e4sidenten einen strukturierten Dialogprozess aufgesetzt zu haben, damit wir nun keine Zeit verlieren und gemeinsam m\u00f6gliche Perspektiven erarbeiten k\u00f6nnen. Meine Erwartungen richte ich dabei nach wie vor auch an den Volkswagen-Konzern und an ein klares Bekenntnis zu den s\u00e4chsischen Standorten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>AMZ-Netzwerkmanager Dirk Vogel<\/strong>\u00a0sagte stellvertretend f\u00fcr die s\u00e4chsischen Zulieferer: \u00bbNach der Transformation hin zur E-Mobilit\u00e4t sind bei vielen Zulieferern die Kassen leer. Eine weitere Transformation auch in andere Branchen hinein ben\u00f6tigt Finanzmittel, f\u00fcr die sich der Freistaat Sachsen auch beim Bund stark machen soll. Das Treffen heute in Reinsdorf ist wichtig, um gemeinsam f\u00fcr den Erhalt der Fahrzeugproduktion von Volkswagen am Standort Zwickau-Mosel zu k\u00e4mpfen. Erwartet werden faire Chancen f\u00fcr die Vergabe neuer Fahrzeugmodelle nach Zwickau, z. B. den ID2. Die Zulieferer erwarten, dass der Volkswagen-Konzern in seiner wirtschaftlichen Neustrukturierung auch die Wirtschaftlichkeit als Basis f\u00fcr seine Entscheidungen zu den Produktionsstandorten in Deutschland nimmt und nicht der politische Wille entscheidet. Das VW-Werk Zwickau-Mosel ist mit seiner regionalen Zulieferstruktur aktuell eines der effizientesten Werke im VW-Konzern. Aufgrund der kurzen Logistikwege mit geringem CO2-Aussto\u00df in der Lieferkette ist der Standort auch noch besonders nachhaltig. VW hat sich dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet. Die Zulieferer und wir als Netzwerk erwarten, dass diese Verpflichtung auch umgesetzt wird.\u00ab<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Automobilindustrie in Sachsen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das \u00bbAutoland Sachsen\u00ab geh\u00f6rt mit sechs Fahrzeug-, Motoren- und Batteriewerken von Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Porsche zu den Top 5 der deutschen Automobilstandorte. Jedes achte Automobil und 40 Prozent aller vollelektrischen Pkw, die in Deutschland gebaut werden, sind \u00bbMade in Saxony\u00ab. Im Jahr 2023 besch\u00e4ftigte die Automobilindustrie in Sachsen 95.000 Menschen, davon 80 Prozent in den 815 Unternehmen des Zuliefererbereichs. Die Branche weist einen Anteil von 28,6 Prozent am s\u00e4chsischen Industrieumsatz und 39,7 Prozent am Auslandsumsatz der s\u00e4chsischen Industrie auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Bilder: S\u00e4chsische Staatskanzlei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vom Volkswagen-Konzern angek\u00fcndigte Verlagerung von Produktionsauftr\u00e4gen weg von Zwickau an Standorte in Niedersachsen ist ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die s\u00e4chsische Wirtschaft. Sie sorgt im Freistaat auch deshalb weiter f\u00fcr Kritik und Unmut, weil von der Entscheidung ein Standort des Konzerns betroffen ist, der in der Vergangenheit besonders erfolgreich und effizient gewirtschaftet hat. 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