{"id":4162,"date":"2024-02-12T07:00:00","date_gmt":"2024-02-12T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=4162"},"modified":"2024-02-09T15:08:58","modified_gmt":"2024-02-09T14:08:58","slug":"packen-sie-es-an-das-mittelstand-digital-zentrum-chemnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2024\/02\/12\/packen-sie-es-an-das-mittelstand-digital-zentrum-chemnitz\/","title":{"rendered":"\u00bbPacken Sie es an\u00ab- Das Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz ist Teil eines deutschlandweiten Netzwerks, das Unternehmen bei der digitalen Transformation unterst\u00fctzt. Die Angebote sind auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen zugeschnitten. Mit Hilfe neuer digitaler Anwendungen und Technologien werden sie so fit f\u00fcr die Zukunft gemacht. Wie das funktioniert, erkl\u00e4rt Luise Wei\u00dfflog, Gesch\u00e4ftsleiterin des Zentrums.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>#ZUKUNFTblog: Digitale Technologien nehmen eine Schl\u00fcsselrolle bei der Verwirklichung von Klimazielen ein. Wie sch\u00e4tzen Sie das Einsparpotential von CO2 durch Digitalisierungsma\u00dfnahmen im Unternehmen ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfflog: Aus unserer Sicht bieten Digitalisierungsma\u00dfnahmen und der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) gro\u00dfe Potenziale zur Senkung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes. Intelligente KI-unterst\u00fctzte Steuerungen sind eine zwingende Voraussetzung, um Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. So l\u00e4sst sich der Energieverbrauch senken und die \u00dcberlastung der Energienetze vermeiden. Im Grunde ist ohne Digitalisierung eine Integration der Erneuerbaren Energien in die Produktions- und Arbeitsprozesse der Wirtschaft nicht vorstellbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Beispiel, das in immer mehr Unternehmen anzutreffen ist, ist die Nutzung von Solarenergie. Photovoltaikanlagen auf den D\u00e4chern der Unternehmen liefern Strom f\u00fcr die Lades\u00e4ulen der Elektrofahrzeuge. Dabei ist eine pr\u00e4zise Abstimmung der beteiligten Elemente entscheidend, um sicherzustellen, dass die Ladeinfrastruktur den Bed\u00fcrfnissen der Flotte gerecht wird und ein effizienter, umweltfreundlicher und auch rentabler Betrieb m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist au\u00dferdem die Transparenz in der Fertigung \u00fcber Prozesse und Anlagen hinweg. Werden die Daten gezielt erfasst, kann man Verbesserungspotenzial leichter erkennen.&nbsp; Beispielsweise kann man Lastspitzen vermeiden und den Ressourcenverbrauch in Summe reduzieren. Predictive Maintenance mittels intelligenter Algorithmen hilft, Stillst\u00e4nde zu vermeiden. Es reduziert Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen und damit ggf. Ausschuss deutlich und kann die Auslastung erh\u00f6hen. Um solche Szenarien greifbarer zu machen, k\u00f6nnen wir auf unsere Experimentier- und Digitalfabrik zur\u00fcckgreifen. Hier zeigen wir, wie durch den Einsatz digitaler Tools und Modelle von Beginn an der Ressourcenverbrauch reduziert werden kann. Und zwar bei einzelnen Bestandteilen genauso, wie bei der Planung und dem Betrieb ganzer Fabriken. Aufwendige Tests werden in den digitalen Raum verlegt. Weil eventuelle Probleme so schon im Vorfeld erkannt und vermieden werden k\u00f6nnen, werden weitere Einsparungen m\u00f6glich. Auch k\u00f6nnen bestehende Abl\u00e4ufe optimiert werden. Die genannten Beispiele sind nur eine kleine Auswahl, die sich an vielen Stellen erweitern lie\u00dfen. Unsere Experten im Mittelstand-Digital Zentrum entwickeln gemeinsam mit Unternehmen beispielhaft konkrete Ansatzpunkte und Implementierungsstrategien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>#ZUKUNFTblog: Sie verf\u00fcgen \u00fcber ein starkes Partnernetzwerk vor Ort. Welche Partner geh\u00f6ren dem Netzwerk an und wo liegen deren Schwerpunkte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfflog: Im Zentrum arbeiten die beiden Transferpartner Industrie- und Handelskammer Chemnitz und Wirtschaftsf\u00f6rderung Erzgebirge GmbH eng mit den umsetzenden Partnern zusammen. Diese sind die TU Chemnitz, an der auch die Gesch\u00e4ftsstelle ans\u00e4ssig ist, das Fraunhofer IWU und die tti Technologietransfer und Innovationsf\u00f6rderung Magdeburg GmbH.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"85\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Mittelstad-Digital-Logo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4170\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die TU Chemnitz beteiligt sich mit dem Institut f\u00fcr Betriebswissenschaften und Fabriksysteme (IBF), bestehend aus der Professur Fabrikplanung und Intralogistik und der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement, sowie mit der Professur f\u00fcr Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums. Die Kolleginnen und Kollegen bringen Expertise, aus unterschiedlichsten Fachbereichen in das Projekt ein. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise nachhaltige und vernetzte Fabrik-, Produktions- und Logistiksysteme, KI-Readiness, New Work, digitale Gesch\u00e4ftsmodelle oder die rechtlichen Herausforderungen beim Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz. Die Experimentier- und Digitalfabrik dient dem Zentrum als cyber-physische Lernfabrik und Testumgebung f\u00fcr innovative Konzepte und Technologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwerpunkte des Fraunhofer IWU liegen u. a. auf verschiedenen Aspekten zur ressourceneffizienten Fabrik. Sie f\u00fchren Interessierte an das Thema \u00d6kobilanzierung heran; oder zeigen mit Hilfe von Demonstratoren unterschiedliche Einsatzm\u00f6glichkeiten von KI-Anwendungen in der Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die tti Technologietransfer und Innovationsf\u00f6rderung Magdeburg GmbH bringt umfassendes Fachwissen im Bereich IT-Sicherheit in das Zentrum mit ein. Sie ist Ansprechpartner bei der Konzeption, Skalierung und Einf\u00fchrung von L\u00f6sungen rund um die IT-Sicherheit, unterst\u00fctzt beispielsweise bei der Erstellung nachhaltiger IT-Sicherheitskonzepte oder der Konzeption von sicheren und intelligenten Produkten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>#ZUKUNFTblog: Die Digitalisierung im Unternehmen muss langfristig ausgerichtet sein und erreicht damit auch strategische Bedeutung. Welche Empfehlung haben Sie f\u00fcr Unternehmer, die sich wohlm\u00f6glich erstmals strukturiert mit der Thematik auseinandersetzen wollen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfflog: Packen Sie es an. Verschaffen Sie sich einen \u00dcberblick. \u00dcberlegen Sie genau, welche Ziele Sie verfolgen und wo Sie gerade stehen. Analysieren Sie klar die Anforderungen an Ihre Digitalisierungsl\u00f6sung und erarbeiten Sie einen Plan wie Sie Schritt f\u00fcr Schritt realistisch Ihre Ziele erreichen. Achten Sie darauf, Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fr\u00fchzeitig in die Planung und Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben einzubeziehen. Nutzen Sie unabh\u00e4ngige und neutrale Unterst\u00fctzungsangebote wie die Mittelstand-Digital Zentren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei industriellen Fertigungsprozessen k\u00f6nnen digitale Anwendungen den gesamten Produktionszyklus optimieren und damit zur Dekarbonisierung der individuellen Verfahren beitragen. Welche Technologien bef\u00f6rdern hier konkret optimierte Prozesse und ggf. auch nachhaltigere Produkte?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"853\" data-id=\"4168\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/3_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4168\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/3_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/3_EDF-c-Michael-Bokelmann-430x287.jpg 430w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/3_EDF-c-Michael-Bokelmann-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/3_EDF-c-Michael-Bokelmann.jpg 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Michael Bokelmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"853\" data-id=\"4167\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4167\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1_EDF-c-Michael-Bokelmann-430x287.jpg 430w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1_EDF-c-Michael-Bokelmann-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1_EDF-c-Michael-Bokelmann.jpg 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Michael Bokelmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"853\" data-id=\"4166\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4166\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2_EDF-c-Michael-Bokelmann-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2_EDF-c-Michael-Bokelmann-430x287.jpg 430w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2_EDF-c-Michael-Bokelmann-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2_EDF-c-Michael-Bokelmann.jpg 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Michael Bokelmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Hierf\u00fcr gibt es eine Vielzahl an digitalen Anwendungen und Technologien. Digitale Zwillinge z. B. erm\u00f6glichen pr\u00e4zise Simulationen von Szenarien und die \u00dcberwachung von Fertigungsprozessen. Das bietet produzierenden Unternehmen umfangreiche Potenziale. Es setzt aber auch die Verf\u00fcgbarkeit einer entsprechenden Datenbasis voraus. Automatisierung und Robotik tragen ebenfalls zur Effizienzsteigerung in Produktionsbetrieben bei. Sie \u00fcbernehmen repetitive Aufgaben. Das kann dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenwirken und den Ressourcenverbrauch optimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Schl\u00fcsselrolle in nahezu allen Branchen und Unternehmensgr\u00f6\u00dfen kommt der KI zu. Durch fortgeschrittene Datenanalyse und maschinelles Lernen erm\u00f6glicht KI bspw. eine pr\u00e4zisere Vorhersage von Fertigungsanomalien oder Durchlaufzeiten. Das f\u00fchrt wiederum zu einer besseren Qualit\u00e4tskontrolle und erm\u00f6glicht eine vorausschauende Wartung. Auch in der Produktentwicklung kann KI unterst\u00fctzen. Beispielsweise durch komplexe Analysen, um Materialien mit geringerem Umweltimpact zu identifizieren und Designoptimierungen vorzuschlagen oder um Ressourcenverbrauch und Abfall zu minimieren. Im Grunde kann KI entlang der gesamten Lieferkette Effizienzsteigerungen durch die dynamische Anpassung von Produktionsprozessen an variable Anforderungen erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>#ZUKUNFTblog: Welche Herausforderungen sehen Sie konkret bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben in s\u00e4chsischen Betrieben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfflog: Statistiken wie die Digitalisierungsumfrage der DIHK, aber auch die Erfahrungen aus unseren Digitalisierungsprojekten, zeigen, dass sowohl der Zeitaufwand als auch die Kosten der Digitalisierung die gr\u00f6\u00dften Hemmnisse darstellen. In kleinen und Kleinstunternehmen fehlt es zudem meist an den n\u00f6tigen Fachkr\u00e4ften. Hier ist es entscheidend, dass es entsprechende F\u00f6rderungen gibt, die die Hemmschwelle senken und den Zugang f\u00fcr Unternehmen aller Gr\u00f6\u00dfen und Branchen sowohl in finanzieller als auch fachlicher Hinsicht erleichtern. Au\u00dferdem sind viele Unternehmen abseits der Ballungszentren Dresden oder Leipzig angesiedelt. In den eher l\u00e4ndlichen Regionen stellt die fehlende digitale Infrastruktur eine weitere Herausforderung dar, an der es zu arbeiten gilt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>#ZUKUNFTblog: Was w\u00e4ren ihre W\u00fcnsche f\u00fcr die kommenden Jahre?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfflog: Ich w\u00fcnsche mir, dass in den n\u00e4chsten Jahren viele s\u00e4chsische KMU Erfolgsgeschichten schreiben, indem sie die Potenziale von Digitalisierung und KI entdecken und zielf\u00fchrend umsetzen, um sich zukunftsf\u00e4hig aufzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz ist Teil eines deutschlandweiten Netzwerks, das Unternehmen bei der digitalen Transformation unterst\u00fctzt. Die Angebote sind auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen zugeschnitten. Mit Hilfe neuer digitaler Anwendungen und Technologien werden sie so fit f\u00fcr die Zukunft gemacht. 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