{"id":336,"date":"2022-08-16T11:58:50","date_gmt":"2022-08-16T11:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.smwa.live.webit.de\/?p=336"},"modified":"2022-09-05T14:15:02","modified_gmt":"2022-09-05T14:15:02","slug":"20-jahre-nach-dem-jahrhunderthochwasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2022\/08\/16\/20-jahre-nach-dem-jahrhunderthochwasser\/","title":{"rendered":"20 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Flut im Ahrtal im vergangenen Jahr hat vielen Menschen in Sachsen die schrecklichen Bilder des verheerenden Hochwassers der Elbe und ihrer Nebenfl\u00fcsse aus dem August 2002 wieder in Erinnerung gerufen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig: \u00bbDie tragischen Augusttage vor 20 Jahren werden wir alle nicht vergessen. 21 Menschen kamen damals ums Leben. Die Bilder der kreisenden Hubschrauber \u00fcber den vom Wasser eingeschlossenen Ortschaften, die von der Kraft des Wassers weggerissenen Br\u00fccken, die im Wasser bei Freital versunkenen S-Bahnen, die hunderten \u00fcberschwemmten Geb\u00e4ude in Glash\u00fctte, Mei\u00dfen oder Bad Schandau, das in den Zwinger dr\u00fcckende braune Wasser, wie die rei\u00dfende Wei\u00dferitz im Hauptbahnhof von Dresden schoss, Schlauchboote in der Mei\u00dfner Innenstadt, all die Bilder von hilfsbereiten Menschen, die Millionen Sands\u00e4cke gef\u00fcllt und aufgestapelt hatten \u2013 dies alles hat sich uns f\u00fcr immer ins Ged\u00e4chtnis gebrannt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das Elbehochwasser 2002 galt bis zur Flut im Ahrtal vor einem Jahr als teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte. 11,6 Milliarden Euro betrug der Gesamtschaden &#8211; eine immense Summe, davon entfielen allein 8,6 Milliarden Euro auf Sch\u00e4den im Freistaat Sachsen. \u00bbDer Schaden an der staatlichen und kommunalen Infrastruktur betrug insgesamt etwa 4 Milliarden Euro. Die Stra\u00dfeninfrastruktur war davon mit circa 1,6 Milliarden Euro betroffen. Ungef\u00e4hr 1.600 Br\u00fccken und Ingenieurbauwerke wurden besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt. Allein bei den Staatsstra\u00dfen wurde ein Schaden von 327 Millionen Euro verzeichnet\u00ab, so Dulig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Flut wurde neugebaut, ausgebessert und repariert \u2013 ein Bauprogramm, welches seines Gleichen bis dato suchte. Martin Dulig: \u00bbEs war damals nicht nur die Aufgabe, die Sch\u00e4den an der zerst\u00f6rten Infrastruktur zu beseitigen, sondern auch daf\u00fcr zu sorgen, dass Stra\u00dfen und Br\u00fccken k\u00fcnftigen eventuellen Fluten besser standhalten k\u00f6nnen.\u00ab Der Wiederaufbau wurde eng mit den Wasserbeh\u00f6rden und der Landestalsperrenverwaltung abgestimmt. Diese wird beispielsweise immer dann mit einbezogen, wenn bei Ma\u00dfnahmen ein Einfluss auf den bestehenden Hochwasserschutz nicht ausgeschlossen werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch den knapp 11.000 betroffenen Unternehmen im Freistaat, wurde schnell geholfen. Seitens des Bundes und der L\u00e4nder, aber auch der EU, wurde eine Reihe von F\u00f6rderprogrammen aufgelegt, um Investitionen von Unternehmen zu f\u00f6rdern, deren Wirtschaftsg\u00fcter etc. durch die Hochwassereinwirkungen besch\u00e4digt bzw. zerst\u00f6rt worden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In rund 9.500 F\u00e4llen wurden nach dem s\u00e4chsischen Sofort-Hilfeprogramm (500 Euro pro Arbeitsplatz) mehr als 25 Millionen Euro an die Unternehmen ausgezahlt. \u00dcber das Bund\/L\u00e4nder-Soforthilfeprogramm (15.000 Euro) kamen in 10.222 F\u00e4llen mehr als 101 Millionen Euro dazu. In die Schadensregulierung flossen mehr als 363 Millionen Euro aus der Hochwasserhilfe des Bundes und der L\u00e4nder in mehr als 10.600 Unternehmen. Mit dem Bund-L\u00e4nder-Sonderprogramm (GA) kommen noch einmal \u00fcber 240 Millionen Euro f\u00fcr knapp 440 Betroffene hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Dulig: \u00bbDie Flut vor 20 Jahren mahnt uns, dass wir die Natur nicht beherrschen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen uns ihr nur anpassen, etwa indem wir Br\u00fccken, Bahnstrecken und Stra\u00dfen so konstruieren, dass sie solchen Ereignissen standhalten k\u00f6nnen. Aber eben auch, indem wir verantwortungsvoll mit unserer Natur umgehen, etwa Elbauen und damit \u00dcberflutungsfl\u00e4chen sch\u00fctzen und erhalten. Dazu geh\u00f6ren schnelle, effektive Ma\u00dfnahmen, um die anstehende Energie- und Verkehrswende schnell umsetzen zu k\u00f6nnen. Denn der vom Menschen gemachte Klimawandel ist keine Mutma\u00dfung, er ist bereits Realit\u00e4t. Das haben die zunehmenden Naturkatastrophen in Deutschland allein in den vergangenen Jahren eindrucksvoll belegt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Vorschaubild: M\u00fcglitz in Schlottwitz am 13. August 2002 | Hawedi | <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a>: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Hochwasser_Mueglitz_Schlottwitz_113-1367_IMG.JPG\" target=\"_blank\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Hochwasser_Mueglitz_Schlottwitz_113-1367_IMG.JPG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Flut im Ahrtal im vergangenen Jahr hat vielen Menschen in Sachsen die schrecklichen Bilder des verheerenden Hochwassers der Elbe und ihrer Nebenfl\u00fcsse aus dem August 2002 wieder in Erinnerung gerufen.&nbsp; Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig: \u00bbDie tragischen Augusttage vor 20 Jahren werden wir alle nicht vergessen. 21 Menschen kamen damals ums Leben. 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