{"id":2823,"date":"2023-07-24T10:21:59","date_gmt":"2023-07-24T09:21:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/?p=2823"},"modified":"2023-07-24T10:31:04","modified_gmt":"2023-07-24T09:31:04","slug":"wer-innoviert-wird-praemiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/2023\/07\/24\/wer-innoviert-wird-praemiert\/","title":{"rendered":"Wer erfolgreich innoviert, wird pr\u00e4miert"},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten halben Jahr nach Inkrafttreten der F\u00f6rderrichtlinie \u00bbEFRE\/JTF-Technologief\u00f6rderung 2021-2027\u00ab, welche den F\u00f6rderbaustein \u00bbInnoPr\u00e4mie\u00ab einschlie\u00dft, hat der Freistaat Sachsen 100 dieser Pr\u00e4mien gew\u00e4hrt. Das besonders niederschwellige F\u00f6rderangebot unterst\u00fctzt kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen (KMU) dabei, professionelle Forschungs- und Entwicklungsdienstleister zu beauftragen, um neue Produkte, Verfahren oder Services zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aus Mitteln der Europ\u00e4ischen Union kann jedes KMU pro Kalenderjahr bis zu zwei InnoPr\u00e4mien mit einem Zuschuss von 50 Prozent der zuwendungsf\u00e4higen Ausgaben bis maximal 40.000 Euro erhalten. Die bislang gef\u00f6rderten Projekte sind dabei \u00fcberaus vielf\u00e4ltig. Die Palette reicht beispielsweise von der Verbesserung eines Klauenpflegestandes f\u00fcr Rinder \u00fcber die Fertigung von Textilien aus pflanzlichen Abfallprodukten und die Steuerung MRT-kompatibler Roboter bis hin zum innovativen Beton, in dem nicht recycelbare Kunststoffe verwertet werden. Die technologie- und branchenoffene Ausgestaltung der s\u00e4chsischen Technologief\u00f6rderung zeigt sich dabei nicht nur in der breiten Spanne an Vorhaben, sondern auch an der Vielfalt der Zuwendungsempf\u00e4nger: Neben Unternehmen aller Rechtsformen z\u00e4hlen auch Handwerksbetriebe und Genossenschaften zu den Nutzern dieser F\u00f6rderung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbWir leisten mit der InnoPr\u00e4mie einen wertvollen Beitrag zur St\u00e4rkung der Innovationskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der s\u00e4chsischen Wirtschaft.\u00ab<\/p>\n<cite>Staatsminister Martin Dulig<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"402\" height=\"799\" src=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/InnoPraemie.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2831\" srcset=\"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/InnoPraemie.png 402w, https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/InnoPraemie-216x430.png 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: \u00bb100 ausgereichte InnoPr\u00e4mien im ersten halben Jahr \u2013 das zeigt, wie gut dieses nachfrageorientierte F\u00f6rderangebot von der Praxis angenommen wird. Gerade kleine Unternehmen brauchen Partner f\u00fcr eine schnelle Produktentwicklung. So unterst\u00fctzen wir innovative KMU dabei, Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder anderen innovativen Unternehmen aufzubauen und erm\u00f6glichen es, zus\u00e4tzliche Potenziale f\u00fcr Forschung, Entwicklung und Technologietransfer zu heben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im EU-F\u00f6rderzeitraum 2014 bis 2020 konnten aus dem Vorg\u00e4ngerprogramm mehr als 1.300 InnoPr\u00e4mien an \u00fcber 700 Zuwendungsempf\u00e4nger in Sachsen gew\u00e4hrt werden. Das F\u00f6rdervolumen betrug mehr als 21 Millionen Euro. F\u00fcr die neue F\u00f6rderperiode 2021 bis 2027 rechnet der Freistaat mit \u00e4hnlichen Bewilligungszahlen und hat hierf\u00fcr Mittel aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung (EFRE) in H\u00f6he von 30 Millionen Euro eingeplant. Projektantr\u00e4ge k\u00f6nnen jederzeit digital \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.sab.sachsen.de\/sab-f%C3%B6rderportal\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">F\u00f6rderportal<\/a> der S\u00e4chsischen Aufbaubank \u2013 F\u00f6rderbank \u2013 (SAB) eingereicht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrund: F\u00f6rderrichtlinie \u00bbEFRE\/JTF-Technologief\u00f6rderung 2021 bis 2027\u00ab<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In ihrer Kabinettssitzung am 20. Dezember hat die S\u00e4chsische Staatsregierung die F\u00f6rderrichtlinie beschlossen. Als Fortsetzung des bisherigen Programms \u00bbEFRE-Technologief\u00f6rderung 2014 bis 2020\u00ab wurde damit der Weg frei f\u00fcr die weitere F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung (FuE) in KMU und bei deren Kooperationspartnern im Freistaat Sachsen. Die Richtlinie trat am 5. Januar 2023 in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig: \u00bbBis Ende 2027 setzen wir f\u00fcr die s\u00e4chsische Technologief\u00f6rderung insgesamt 600 Millionen Euro ein. 503 Mio. Euro stammen aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung. F\u00fcr das Mitteldeutsche Revier haben wir noch einmal 10 Mio. Euro aus dem Fonds f\u00fcr einen gerechten \u00dcbergang in Kohlerevieren drauf gepackt. Damit verhindern wir, dass in der sogenannten \u00bbst\u00e4rker entwickelten Region\u00ab rund um Leipzig fr\u00fchzeitig das europ\u00e4ische Geld ausgeht. In beiden Revieren stehen damit die gleichen Instrumente mit jeweils ausk\u00f6mmlicher Mittelausstattung zur Verf\u00fcgung. Der Freistaat Sachsen stockt die europ\u00e4ischen Mittel mit insgesamt 87 Millionen Euro an Landesmitteln auf. Damit k\u00f6nnen wir auch in herausfordernden Zeiten weiterhin Forschung, Entwicklung und Innovation in Unternehmen mit einer technologie- und branchenoffenen Technologief\u00f6rderung unterst\u00fctzen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die bisherigen F\u00f6rderbausteine zur F\u00f6rderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, zur Technologietransferf\u00f6rderung und zur Gew\u00e4hrung von InnoPr\u00e4mien wurden in leicht abgewandelter Form fortgef\u00fchrt. Die bisher eigenst\u00e4ndige F\u00f6rderung von Pilotlinien auf dem Gebiet der Schl\u00fcsseltechnologien, den sogenannten Key Enabling Technologies (KETs), nach der F\u00f6rderrichtlinie \u00bbKETs-Pilotlinien\u00ab wurde in die neue F\u00f6rderrichtlinie integriert:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FuE-Projektf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mittels FuE-Projektf\u00f6rderung erhalten s\u00e4chsische Unternehmen Unterst\u00fctzung f\u00fcr innovative, technologieorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die der Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte und Verfahren dienen. Die F\u00f6rderung erfolgt entweder f\u00fcr ein einzelbetriebliches FuE-Projekt oder als FuE-Verbundprojekt. Die einzelbetriebliche FuE-Projektf\u00f6rderung richtet sich dabei zuk\u00fcnftig ausschlie\u00dflich an s\u00e4chsische KMU. In FuE-Verbundprojekten wird die Zusammenarbeit s\u00e4chsischer KMU mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen im Freistaat Sachsen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der F\u00f6rderung von FuE an Pilotlinien zur erstmaligen Anwendung neuer Technologien im industriellen Ma\u00dfstab k\u00f6nnen Unternehmen bei der risikoreichen \u00dcberf\u00fchrung technologischer Forschungsergebnisse in fertigungsreife Produktionslinien unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Technologietransferf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Technologietransferf\u00f6rderung k\u00f6nnen KMU Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Erwerb weltweit verf\u00fcgbaren technologischen Wissens erhalten. Ziel ist die Realisierung neuer oder an einen neuen technologischen Stand angepasster Produkte oder Verfahren. Im Zusammenhang mit diesem Technologieerwerb k\u00f6nnen auch eigene Anpassungsentwicklungen und notwendige Beratungsleistungen Bestandteil der F\u00f6rderung sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>InnoPr\u00e4mie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit k\u00f6nnen KMU externe FuE-Dienstleistungen beauftragen \u2013 und zwar im Vorfeld einer Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsinnovation sowie f\u00fcr die technische Unterst\u00fctzung in der Umsetzungsphase. Der maximale Zuschuss pro Unternehmen und Jahr wurde von 20.000 Euro auf 40.000 Euro angehoben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbDank europ\u00e4ischer und s\u00e4chsischer F\u00f6rdermittel ist Sachsen bei der Technologief\u00f6rderung f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre hervorragend aufgestellt.\u00ab<\/p>\n<cite>Staatsminister Martin Dulig<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund: Innovationsverhalten der s\u00e4chsischen Wirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Innovationen sichern die Zukunft der s\u00e4chsischen Wirtschaft und z\u00e4hlen zu den Schl\u00fcsselfaktoren von Wachstum. Viele Unternehmen in Sachsen haben das bereits erkannt, wie die Ergebnisse der j\u00e4hrlichen <a href=\"https:\/\/publikationen.sachsen.de\/bdb\/artikel\/40332\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Befragung<\/a> zum Innovationsverhalten der s\u00e4chsischen Wirtschaft zeigen. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>W\u00e4hrend im Jahr 2016 ca. 45 Prozent der s\u00e4chsischen Unternehmen innovationsaktiv waren, ist ihr Anteil auf 65 Prozent im Jahr 2020 gestiegen. Im gesamten Beobachtungszeitraum lagen die Werte in Sachsen \u00fcber dem Niveau in den restlichen neuen Bundesl\u00e4ndern und etwas \u00fcber dem gesamtdeutschen Wert. Insbesondere KMU zeigten im Vergleich zu den anderen neuen Bundesl\u00e4ndern und Gesamtdeutschland eine hohe Innovationsintensit\u00e4t.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Ausgaben f\u00fcr reine Forschung und Entwicklung (FuE) in Sachsen sind von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf 1,457 Milliarden Euro im Jahr 2020 gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs um zw\u00f6lf Prozent. <\/li>\n\n\n\n<li>Der Anteil von Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivit\u00e4ten ist von ca. 13 Prozent (2016) auf 15 Prozent (2020) gestiegen, der Anteil von Unternehmen mit gelegentlichen FuE-Aktivit\u00e4ten von acht auf elf Prozent, der Anteil von Unternehmen mit Vergabe von FuE-Auftr\u00e4gen an Dritte von sechs auf zehn Prozent. <\/li>\n\n\n\n<li>Fast ein F\u00fcnftel ihres Umsatzes erwirtschaften s\u00e4chsische Unternehmen mit neuen Produkten oder Dienstleistungen.<\/li>\n\n\n\n<li>Digitalisierung und Zukunftstechnologien wie die K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) kommen in s\u00e4chsischen Unternehmen immer h\u00e4ufiger zum Einsatz. Mindestens eines von zehn Unternehmen in Sachsen (elf Prozent) setzte im Jahr 2020 KI ein \u2013 gegen\u00fcber dem Jahr 2018 (sechs Prozent) fast eine Verdopplung. <\/li>\n\n\n\n<li>Mehr als die H\u00e4lfte der s\u00e4chsischen Unternehmen haben Innovationen mit positiven Umweltwirkungen eingef\u00fchrt. Erfreulich ist auch die weiterhin hohe Kooperationsneigung mit der Wissenschaft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Foto oben (Symbolbild):<br><\/strong>Wirtschaftsminister Martin Dulig zu Besuch beim innovativen Dresdner Unternehmen herone GmbH, das mit Hilfe thermoplastischer Kunststoffe die Leistungsf\u00e4higkeit von Faserverbunden wie Carbon in die serielle Anwendung bringt und damit aktuell auf die Luft- und Raumfahrtbranche abzielt (10. Mai 2023). Bildrechte: SMWA, Kristin Schmidt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten halben Jahr nach Inkrafttreten der F\u00f6rderrichtlinie \u00bbEFRE\/JTF-Technologief\u00f6rderung 2021-2027\u00ab, welche den F\u00f6rderbaustein \u00bbInnoPr\u00e4mie\u00ab einschlie\u00dft, hat der Freistaat Sachsen 100 dieser Pr\u00e4mien gew\u00e4hrt. Das besonders niederschwellige F\u00f6rderangebot unterst\u00fctzt kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen (KMU) dabei, professionelle Forschungs- und Entwicklungsdienstleister zu beauftragen, um neue Produkte, Verfahren oder Services zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":2833,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","footnotes":""},"categories":[1,6],"tags":[120,193,319,119,304,42,75,14],"class_list":["post-2823","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-wirtschaft","tag-europa","tag-handwerk","tag-innopraemie","tag-innovation","tag-kmu","tag-martin-dulig","tag-technologiefoerderung","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2823","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2823"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2823\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2841,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2823\/revisions\/2841"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smwa.sachsen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}