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Halbzeitbilanz des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig:

„Sachsen kann sich über das stärkste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer freuen und erlebt eine Rekorderwerbstätigkeit. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie noch nie seit 1991. Mit dem Mindestlohn wurde eine der größten Sozialreformen der letzten Jahrzehnte geschafft und Sachsen profitiert in besonderem Maße davon. Vieles haben wir bereits umgesetzt, doch die Welt dreht sich weiter. Globalisierung, Digitalisierung und eine älter werdende Gesellschaft verändern unser Leben. Wir wollen ein soziales und gerechtes Sachsen von morgen gestalten und gemeinsam mit Ihnen Antworten auf Zukunftsfragen entwickeln.“

Die wichtigsten Projekte im Überblick

Gute Arbeit für Sachsen und Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Damit alle von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren, bildet „Gute Arbeit für Sachsen“ unseren arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt. Wir setzen auf eine deutliche Stärkung der Qualifizierung und Weiterbildung, auf eine Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung und eine Erhöhung der Tarifbindung.

Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist neben der Fachkräftesicherung eine weitere zentrale Aufgabe in den kommenden Jahren.

Investitionen für die ZUKUNFT.

Von 2014 bis 2016 haben kleine und mittlere Unternehmen 245 Mio. Euro an Zuschüssen (GRW-Förderung) erhalten. Zum Vergleich: große Unternehmen erhielten im gleichen Zeitraum rund 183 Mio. Euro. Im Vordergrund stehen dabei neue und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze, die wir mit unserer Technologie-Förderung unterstützen. Innovation heißt das Schlüsselwort. Mit der neu ausgerichteten EU-Förderung schaffen wir statistisch etwa 80 Arbeitsplätze – jeden Arbeitstag.

Außerdem stärken wir unsere sächsische Wirtschaft beim Export, der im bundesweiten Vergleich weit vorn liegt. In den Jahren 2015 und 2016 exportierten die sächsischen Unternehmen so viel wie nie zuvor seit der Erfassung im Jahr 1991. Im Jahr 2016 gingen Waren im Wert von rund 37 Milliarden Euro aus Sachsen in die Welt.

Diese Rahmenbedingungen überzeugen: zum Beispiel wichtige Investoren, die sich für den Standort Sachsen entscheiden.

Mobilität neu denken

Wir wollen bezahlbare Mobilität und eine funktionsfähige Infrastruktur, die sich an den Bedürfnissen aller orientiert. Elektromobilität ist dabei ein Schlüsselthema der Zukunft, worauf sich die Unternehmen im Freistaat vorbereiten müssen. Deshalb wird dieser Wandlungsprozess aktiv begleitet.

Wir wollen den Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr erhöhen, stärken den ÖPNV und sichern den Schienennahverkehr auf hohem Niveau. Für eine bessere Anbindung an das Schienenfernverkehrsnetz führen wir intensive Gespräche mit dem Bund. Der Erhalt von Straßen ist für uns wichtiger als der Neubau – dabei unterstützen wir die Kommunen intensiv.

Sachsen Digital

Die Mikroelektronik ist Grundlage für die Digitalisierung. Sachsen nimmt hier international einen Spitzenplatz ein. Als erstes Bundesland haben wir mit Sachsen Digital eine Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Es geht um Datensicherheit, um die Veränderung der Arbeitswelt oder auch um die Frage, wie unsere Industrie in Zukunft produzieren wird. Zugleich fördert der Freistaat zahlreiche Initiativen im Bereich intelligente Verkehrssysteme, vernetzte Mobilität und automatisiertes Fahren.

Grundlage für all das ist der Breitbandausbau. Hier haben wir stark aufgeholt und uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2025 (Sachsen flächendeckend) mit einer Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s zu versorgen.